Das Showbiz ist kein Honiglecken

Burlesque“-Shows feiern in internationalen Clubs seit Jahren, nicht zuletzt dank Protagonistinnen wie Dita Von Teese, ein hippes Revival. Bei dem in den 1920er-Jahren entstandenen Showstil handelt es sich um eine Form des US-Unterhaltungstheaters, bei der eine kunstvolle, angedeutete Art des Striptease im Zentrum steht. Popularität erlangte die Burlesque aber vor allem als erotisches Entertainment von Wanderzirkussen, die das Programm fürs einfache Volk mit frechen Sprüchen garnierten und keineswegs Frauen mit Topmodel-Status auf die Bühne stellten, sondern vielmehr üppige Alltagsschönheiten in humor­voller Selbstinszenierung zeigten.

Burlesque im Trend

Während der bereits vor einigen Wochen angelaufene Film „Burlesque“ von Steve Antin mit Stars wie Cher und Christina Aguilera auf glatt gebügeltes Entertainment setzt, beschäftigt sich nun ein weiterer Film auf absolut ungeschönte Art mit dem gleichen Thema. „Tournée“ ist das Regiedebüt von Mathieu Amalric (siehe Bild oben links), der seine Karriere als Schauspieler begann und in den 2000er-Jahren zu einem der populärsten Akteure Frankreichs avancierte, u. a. war er 2008 als Bösewicht in dem Bond-Film „Ein Quantum Trost“ zu sehen. Für „Tournée“ erhielt er 2010 den Regiepreis der Filmfestspiele von Cannes. Amalric spielt darin selbst einen schmierigen Ex-Fernsehproduzenten, beruflich wie auch privat gescheitert, der mit einer Truppe ebenso üppig ausgestatteter wie leicht bekleideter Damen (darunter Szene-Kultstar „Dirty Martini“) zu einer Tournee durch die französische Provinz startet. Das bedeutet jede Menge her­untergekommene Hotels und drittklassige Bühnen. Aber die schräge Truppe hat Erfolg und träumt bereits von Auftritten in Paris, als der Produzent von einem seiner früheren Geschäftspartner übers Ohr gehauen wird … Ab 14. 1. im Stadtkino.

Dass auch das Medienbiz kein Honiglecken ist, demonstriert die US-Komödie „Morning Glory“ die ebenfalls am 14. 1. in den heimischen Kinos startet: Ein ehemals hochseriöser TV-Anchorman (Harrison Ford) soll im trivialen Frühstücks­fernsehen für Quote sorgen …

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