Buchtipp: 3 literarische Zeitdiagnosen zur Arbeits- und Wirtschaftswelt

Buchtipp: 3 literarische Zeitdiagnosen zur Arbeits- und Wirtschaftswelt

Er hat nicht gut geplant. Er hatte keinen Mut, als er welchen gebraucht hätte. Seine Entscheidungen waren kurzfristig gewesen. Jetzt hatte er nicht das Geld, um die Studiengebühren seiner Tochter zu bezahlen.“

Solche Gedanken gehen Alan Clay durch den Kopf, als er in einem Hotel in Saudi-Arabien auf seinen Auftraggeber wartet, den saudischen König, dem er hochentwickelte US-IT-Technik für eine neue Wirtschaftsmetropole in der Wüste vorführen soll. Alan Clay ist ein Mann der Old Economy und der Held im neuen Roman von Dave Eggers. Dem angesagten Autor aus San Francisco, der auch einen Verlag für Hipstermagazine und eine Schreibwerkstatt betreibt, gelingt darin ein Bravourstück: Anhand des Niedergangs eines Mannes schildert er den Bedeutungsverlust Amerikas.

Was die globalisierte Wirtschaft mit dem Menschen macht, analysiert auch sein britischer Kollege John Lanchester in einer "bizarren Geschichte der Finanzen“. Er mahnt vor Habgier und Abenteuern, die schon am Bankomaten beginnen.

Der heimische Autor Peter Rosei wiederum erzählt in "Madame Stern“ von der Machtgeilheit einer Businesslady und eines Finanzministers. Nicht nur das Cover erinnert da an Karl-Heinz Grasser.

1. Dave Eggers "Ein Hologramm für den König“
Kiepenheuer & Witsch, € 19,99

2. Peter Rosei "Madame Stern“
Residenz, ab 8. 3. € 19,90

3. John Lanchester "Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt“
Klett-Cotta, ab 14. 3. im Handel! € 19,95

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