Blondie – Pop pur seit 40 Jahren

Blondie – Pop pur seit 40 Jahren

Bahnbrechendes wird im Pop gerne gefeiert. Da darf dann auf Nostalgiedrüsen und kollektive Erinnerungen gedrückt werden. Üblicherweise sind es Geburts- oder Todestage.

Anfang April war es zum Beispiel 20 Jahre her, dass Kurt Cobain in einem Dachboden in Seattle seinem Leben mit Heroin und Schrot ein Ende setzte.

Im Falle der Band Blondie erinnert man nun an die Bandgründung. Die geschah vor exakt 40 Jahren in New York. 1974 brodelte es im New Yorker Untergrund. Die Hippie-Bewegung war vorbei, Neues, Explosiveres lag in der Luft. Und irgendwo zwischen Andy Warhol, Keith Haring und anderen exzentrischen Gestalten befanden sich Debbie Harry, Musikerin und Ex-Playboy-Bunny, und ihr Freund Chris Stein. Die spielten schon zuvor gemeinsam in Bands, jetzt bedienten sie sich aber frech an dem, was an Musikrichtungen da war. Raus aus der musikalischen Wurstmaschine kam dann etwas, das man - eine Schublade muss ja sein - Pop-Punk und New Wave nannte. Charismatisch und mit unbändiger Sexualität vorgetragen von einer wasserstoffblonden jungen Frau. Das bescherte der Band mit "Heart of Glass“ gar einen Disco-Hit und einiges an Drogenerfahrung.

Anfang der 1980er-Jahre war der Spuk dann aber vorbei, und Debbie Harry, des Blondie-Images überdrüssig, machte solo weiter und bastelte an einer Schauspielkarriere. Um den Geschichtsexkurs zu Ende zu bringen: 25 Jahre nach Auflösung feierten Blondie Reunion. Erfolgreich - auch in dem Sinne, da das Nostalgische den Blick aufs Künstlerische oft sehr gut verstellt.

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