Zehn Fragen an Beachvolleyballer und Sonnyboy Clemens Doppler

Der 30-jährige Clemens Doppler ist 2facher Europameister und Olympia-Teilnehmer (Peking, 1/8-Finale). Seit 2009 spielt er im Team mit Matthias Mellitzer. 2010 wurde das Duo Vize-Europameister. FORMAT stellte dem Sonnyboy 10 Fragen.

1. Sie kommen vom klassischen Volleyball. Worin liegen die großen Unterschiede zum Beachvolleyball?
Die größte Umstellung ist, dass man am Strand nach einer Negativserie nicht, wie in der Halle üblich, ausgewechselt werden kann. Dazu kommen Wind, Regen, einmal tiefer, einmal harter Sand. Man muss sich also auf vieles mehr konzentrieren und einstellen als in der Halle!

2. Ihre lustigste Erinnerung in Bezug auf Beachvolleyball, bitte!
2001 war ich beim Grand Slam in Klagenfurt. Ich war gerade beim Aufwärmen, als mir mein Gegner, der bereits fünf Minuten lang in der gleichen Position gedehnt hat, aufgefallen ist. Bei genauerem Hinschauen hab ich gesehen, dass er nicht gedehnt hat, sondern seine anscheinend volle Blase mitten in den Sand am Centre-Court erfolgreich entleert hat!

3. Was macht die Faszination aus?
Man ist immer wieder neuen Herausforderungen gegenübergestellt! Natürlich kommt auch noch dazu, dass die schönsten Strände dieser Welt quasi unser Büro sind.

4. Man sieht, dass der Gegner einen Sonnenbrand auf der Schulter hat, darf man mit dem Ball dorthin zielen, damit es doppelt brennt?
Außer unseren Kollegen aus dem ehemaligen Ostblock macht niemand mehr den „Rookie-Mistake“ Sonnenbrand. Aber das mit dem gezielten Hinschlagen ist eine super Idee.

5. Warum scheinen Beachvolleyballer kein Problem mit heißem Sand an den Fußsohlen zu haben?
Die Courts werden immer mit Wasser abgespritzt. Und für Sensible gibt es sogenannte Sandsocks aus Neopren. Hässlich, aber effektiv!

6. Wie bereitet man sich auf Gegner vor?
Man kennt alle Teams fast auswendig, hat von allen Teams mehr als nur ein Spiel auf Tape und kann daher sehr gut taktieren!

7. Drei Tipps, die für Anfänger zu beherzigen sind!
Man muss wissen, wie man sich im Sand bewegt, sonst geht gar nichts! Immer eincremen und unbedingt Sonnenbrillen tragen.

8. Gibt es ein taktisches No-Go?
Ja, wenn man ein Medical Timeout beantragt, obwohl man sich nicht verletzt hat. Das machen einige Spieler, um die andere Mannschaft aus dem Konzept zu bringen!

9. Darf man beim Mixed- Doppel mit voller Wucht auf die Frau aufschlagen?
Ein Mixed-Doppel gibt’s maximal im Freibad! Und wenn man für den Sieg alles tut, dann kann man das natürlich machen!

10. Aufrisszone Strand. Wer kommt beim Baggern besser an: Beacher oder Surfer?
Ein durchtrainierter 1,85-m-Surfer hat wohl bessere Chancen als ein 207 cm langer, dünner Volleyballer. 1:0 für die Surfer!

Body & Soul

Ali Mahlodji - der Whatchado Gründer als Überflieger

Body & Soul

Leo Hillinger - Ein wilder Hund auf der Siegerstraße

Slideshow

Technik

Die besten Actioncams der Saison