Wie der Mann von Welt sich diesen Herbst kleidet und wie er duftet

Der Mann von Welt gibt sich im Herbst den edlen Strick, zeigt sich trittfest mit Schuhwerk in Used-Optik, duftet dafür aber umso frischer in Minze & Zitrusnoten. Eine Best-of-Auswahl zum Nachkaufen.

Es ist im menschlichen Erbgut tief verwurzelt, jedes Kind weiß es, und es wird von Generation zu Generation weitergegeben: Winter (in hiesigen Breitengraden oft sehr kalt) und Wolle (in hiesigen Breitengraden gerne von Oma und Muttern zu warmen Pullis verarbeitet) vertragen sich super. Ab und zu kratzt es, aber jede gute Beziehung hat ihre Reibepunkte, Hoch- und Tiefphasen. Momentan befinden wir uns – um in der schwülstigen Beziehungsmetaphorik zu bleiben – in einer Hochphase. Designer setzen in dieser Saison nämlich voll auf Strick.

Woll-Lust

Erstes Indiz: Die Schals, die im Vorjahr bereits, in Übergröße getragen, der letzte Renner waren, sind heuer nochmals eine Nummer länger. Zweites Indiz: Allerorts wird man Strickmäntel ansichtig. Nur, so wie bei den X-Large-Schals braucht es dafür eine ordentliche Portion Stilsicherheit und Selbstbewusstsein, um diese tragen zu können. Das hat jetzt nicht unbedingt jeder.

Indiz Nummer drei: Grobmaschige Winterstrickjacken, zum Knöpfen, Binden und Herumlümmeln, bringen Berghüttenzauber selbst ins feinste Wohnzimmer, respektive in den Casual Look. Wichtige Grundregel dabei: Farblich gedeckt halten – Grau, Schlammgrün, Braun und Dunkelblau machen das Bergführerflair citytauglich.

Da es wolltechnisch natürlich auch eine Spur feiner geht, sei hiermit auch nicht mit Indiz Nummer vier hinterm Berg gehalten: Cardigans gehören heuer endgültig zur modischen Grundausstattung und machen auch im Businesslook unter dem Sakko einen bleibenden Eindruck.

Unbedingt in einen gut sortierten Kleiderkasten gehört auch ein Pullover mit V-Ausschnitt. Das macht Freude – umso mehr, wenn er aus Kaschmir oder Merinowolle gefertigt ist. Wer es am Hals vorsorglich lieber wärmer hat, greife zum Rollkragenpulli. Allen Varianten gemein ist, dass man hierbei farblich durchaus mal kräftig zulangen darf.

Wem dies dennoch zu traditionell ist, der kann heuer Modebewusstsein mit dem Kauf einer avantgardistischen Zipp-Jacke demonstrieren. Es geht noch um eine Spur zackiger: Der Military-Style ist nämlich auch in der Strickmode angekommen. Die Schulterklappe als Ausdruck von Befehlsgewalt in modischen Belangen ist schnell an Hemden und Pullis angenäht und verleiht auf einfachem Wege zumindest optisch martialischen Durchsetzungswillen.

Nur, die besten Strategien helfen oft nichts, wenn es an Trittfestigkeit fehlt. Daher ist im Winter die Wahl des Schuhwerks von besonderer Wichtigkeit.

Ankle-Boots und sauber polierte Stiefeletten führen einen dabei niemals aufs modische Glatteis. Farblich dominieren am Fuß Braun und Schwarz, für den Casual-Auftritt darf dabei getrost Used-Optik gekauft werden. Der letzte Schrei: leicht aufgerautes Veloursleder oder festes Bergschuhwerk. Das komplettiert den City-Cowboy- wie den Holzfäller-Look.

Duftstarker Auftritt

Aber aufgepasst: Nur weil man wie ein Kuhjunge aussieht, heißt das noch lange nicht, dass man auch so riechen sollte. Und nur weil wärmende Materialien dem Winter seinen Schrecken nehmen, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Vorfreude auf wärmere Tage verboten ist. Was also die neuen Düfte der kühlen Jahreszeit angeht, versuchten die Parfümeure der großen Häuser den Sommer ein wenig nachhallen zu lassen.

Als Leitthema kommen vor allem immer wieder frische Zitrusnoten, Minze oder Pfeffer. Oder um es in einem Merksatz zu formulieren, schließlich ist die Verknappung zu dodelsicheren wie unsauberen Reimen ebenfalls im menschlichen Erbgut verankert: „Grapefruit und Ingwer sind echt voll der Bringer.“

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