Viennabrand-Chef Oliver Schmitt beim Fliegenfischen

Viennabrand-Chef Oliver Schmitt beim Fliegenfischen

Oliver Schmitt, Chef der Agentur Viennabrand, arbeitet immer bis zum Anschlag. In die Ruhezone kommt er nur beim Fliegenfischen, Jagen oder Kochen.

Oliver Schmitt, 41, Chef der Fullservice-Agentur für Markenberatung Viennabrand, sucht nicht den Weg des geringsten Widerstandes. Hat er sich einmal in eine Sache verbissen, dann zieht er sie durch. Auch wenn damit viel Arbeitseinsatz verbunden ist und seine Freizeit sehr geschmälert wird. Kein Problem. Als Workaholic fällt ihm ja auch das Nichtstun schwer. „Ich arbeite immer bis zum Anschlag, und wenn ich im Urlaub plötzlich entspannen soll, geht das gar nicht“, gesteht Schmitt. Relaxen kann er nur, wenn er die Gänge langsam runterschaltet. Und das gelingt ihm beim Fliegenfischen, beim Jagen oder wenn sich der Hobbykoch am Herd entfalten kann.

Wäre es nach dem Wunsch seiner Eltern gegangen, wäre Schmitt in die familieneigenen Modeeinzelhandelsgeschäfte in Wien eingestiegen. Doch danach stand ihm überhaupt nicht der Sinn. Schmitt studierte Wirtschaft und fand dabei rasch Gefallen an Marketing und Werbung. Er holte sich praktische Erfahrung in dem Bereich bei Tele2, dem einstigen Mobilfunkbetreiber ONE und bei Hannes Androschs Industriekonzern AT&S, bis er schlussendlich 2006 mit Ulla Schuster die Agentur Viennabrand gründete. Die beiden konzentrieren sich auf Markenstrategie und -design, liefern aber auch klassische Kampagnen.

Das Herz von Schmitt schlägt heute aber immer noch am höchsten, wenn er Marken kreieren oder betreuen kann. Doch der Weg dorthin war schwierig, Aufträge in diesem Bereich zu ergattern nicht leicht. In der ersten Zeit hielt er sich zunächst mit PR-Jobs über Wasser. Doch daneben setzte er sich immer wieder mit Markengestaltung auseinander. Auf seiner Homepage bietet Schmitt gratis einen Online-Markenfitnesstest für Unternehmen an.

Heute zählen zu seinem Kundenkreis unter anderem die Vamed Vitality World, Geberit und Huber Trikot. Für das Handelsunternehmen EZA Fairer Handel überarbeitete Viennabrand etwa das bestehende Package-Design der Fairtrade-Schokolade „Mascao“. Vor kurzem wurde Schmitt von der Bundesimmobiliengesellschaft mit der Strategieplanung, Konzeptionierung und Kreation einer neuen Immobilienmarke beauftragt. Daraus wurde „nächst Stephan“, ein öffentlicher Raum zwischen Wollzeile und Lugeck, der Geschäftsräume und Büros mit einer Gesamtfläche von 7.082 Quadratmetern auf fünf Etagen vereint. „Was im angloamerikanischen Raum bereits selbstverständlicher Bestandteil einer Immobilienvermarktung ist, gewinnt nun auch bei uns langsam an Bedeutung“, hofft Schmitt.

Angebissen

Auch wenn der Brandmanager den Schalter nicht leicht auf Entspannung umschalten kann, hat er sich kleine Oasen geschaffen, wo er neue Energie tanken kann. Und dazu zählen seit Kindheitstagen das Fischen und Schwammerlsuchen. Die Passion des Angelns perfektioniert der Mann seit einem Jahr beim Fliegenfischen. Zu diesem Hobby hat ihn sein Freund Michael Schaumann, ein Managing Partner von Stanton Chase International, geködert. „Fliegenfischen ist nicht so fad, man muss nicht ewig warten, bis der Fisch anbeißt“, erklärt Schmitt. „Vielmehr ist es eine Kunst, mit dem Gewicht der Schnur den Köder, der durch das Schwingen ein fliegendes Insekt imitiert, auszuwerfen“. Für Schmitt ist Fischen Meditation, gepaart mit dem Aufenthalt an der frischen Luft. Es ist aber auch Bewegung, weil er dabei ja dem Flusslauf folgt.

Kreativ am Herd

Was Schmitt fängt oder als passionierter Jäger erlegt, bereitet er auch gerne selbst in der Küche zu. Ob unter der Woche oder am Wochenende, für die Ernährung der Familie ist fast ausschließlich er verantwortlich. „Kochen ist für mich Erholung, und ich bin happy, wenn ich für meine Familie und Freunde ein kreatives Menü zubereiten kann.“ Berühmt ist er in seinem Freundeskreis für Fisch- und Wildspezialitäten, Spaghetti Vongole, aber auch für Pilzgerichte. Einziger Wermutstropfen: Schmitt zelebriert die hohe Kunst des Kochens wie viele Männer mit vielen Schälchen und zahlreichen Küchenutensilien. Der Abwasch bleibt dann meist an der Ehefrau hängen.

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