Vienna Design Week: FORMAT präsentiert sechs innovative österreichische Designer

Ab kommender Woche stellt die Vienna Design Week wieder neue Entwürfe einer breiteren Öffentlichkeit vor. FORMAT holt die innovativsten Designer vor den Vorhang, die heute schon Objekte von morgen gestalten.

"Design ist mehr, als Freitag-Taschen zu tragen", findet Lilli Hollein deutliche Worte zur Designlage in Österreich. „Wir wollen Design einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen und zeigen, dass es eine Kreativindustrie in Österreich gibt. Und zwar abseits des vorherrschenden Designbegriffs.“ Das gilt heute noch genauso wie 2006. Damals initiierte Hollein gemeinsam mit Tulga Beyerle und Thomas Geisler (mittlerweile Design-Kurator im MAK) erstmals die „Passionswege“ und spannte dabei in Wien ansässige Unternehmen mit Kreativen zusammen. Die Ergebnisse wurden bei der Vienna Design Week vorgestellt.

Daraus entwickelte sich ein rasant wachsendes Festival, das beim Publikum ob der vielfältigen Zugänge zum Thema äußerst beliebt ist. „Wir wollen nicht den Status quo abbilden, sondern darüber hinaus gehen, Prozesse für Design sichtbar machen. Außerdem sind wir nicht an eine Messe gekoppelt und daher weniger kommerziell ausgerichtet“, so Hollein. So wird etwa mit der Ausstellung „Totem and Taboo“ im quartier21 die Grenze zwischen Design und Kunst ausgelotet. Vom gefeierten, in London ansässigen Designduo PostlerFerguson wurde ein temporäres Kaffeehaus eingerichtet, und geführte Touren geleiten zu den Hotspots des Festivals.

Das Publikum nimmt das Angebot dankbar an. Beachtliche 26.000 Besucher tummelten sich im Vorjahr bei der Vienna Design Week, heuer will man an der 30.000er-Marke kratzen. Obgleich das Festival zu einem sehr guten Teil international ausgerichtet ist – heuer steht Polens Design-Elite im Mittelpunkt –, drängt sich die Frage auf, wie es um österreichisches Design respektive die Kreativszene bestellt ist. „Departure“, die Kreativagentur der Stadt Wien, förderte heimische Design-Projekte seit 2004 jedenfalls mit 5,2 Millionen Euro. Das zahlt sich aus, denn auch international mischen österreichische Gestalter kräftig mit. EOOS, Walking Chair, Polka, Thomas Feichtner und Martin Mostböck überzeugen mit ihren Ideen und erhalten regelmäßig Preise. Aber, so der Grundtenor in der Szene: Es ist noch mehr möglich.

Vienna Design Week: 30. 9. – 9. 10
Fokusbezirk ist dieses Jahr die Wiener Leopoldstadt, das Festival-Zentrum befindet sich im „Stilwerk“; viennadesignweek.at

– Manfred Gram

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