Telekom-Mann Stefan Amon - die Kampfmaschine

Telekom-Mann Stefan Amon - die Kampfmaschine

Stefan Amon, Leiter des Großhandelsgeschäfts bei der Telekom Austria, ist auch sportlich immer online. Kraft für den Beruf tankt er dann beim Extrem-Ausdauersport Triathlon.

Stefan Amon, 33, Head of Wholesale der Telekom Austria Group. So steht es auf seiner Visitenkarte. Doch der Leiter des Bereichs Großhandel und Verkauf von Datennetzwerken ist eine Kampfmaschine – im Job wie auch beim Sport. Seine Arbeitszeit zu bewerten fällt ihm schwer. „Wir sind 24 Stunden online, aber ich habe ein gutes Team und kann Prioritäten setzen“, beschreibt er sein Tun. Wichtig ist ihm, dass er eine gute Balance hält. Wie er dazu kommt, hat er sich von seinen „Lehrmeistern Hannes Ametsreiter und Boris Nemsic“ abgeschaut. Oberste Priorität hat für Amon natürlich seine Familie. Doch gleich danach kommt seine Leidenschaft für die Langstreckendistanz im Triathlon, den Ironman (Schwimmen 3,85 km, Radfahren 180 km, Laufen 42,195 km): „Wenn du das einmal gemacht hast, bist du süchtig.“

Ein Ausdauersportler war Amon schon immer. Beim Bundesheer kanalisierte er seine überschüssige Energie als Kraftfahrer und fuhr Hilfsgüter in den Kosovo. Und er spielte zwanzig Jahre lang vereinsmäßig Fußball im FC Großfeld in Floridsdorf und beim SC Columbia, „dort, wo der Pacult Peter seine Kantine hat“. Diverse Kreuz- und Seitenbandverletzungen zwangen den Kicker zum Aufhören. Aus dem Stand und just for Fun nahm er vor fünf Jahren erstmals bei einem Sprint-Triathlon (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) auf der Wiener Donauinsel teil. „Dilettantisch“, sagt er heute. Der Neoprenanzug war zu schwer, „ich wäre beinahe ertrunken“, das Rad war ausgeleiert, und zum Laufen trug er Hallenfußballschuhe. „Nach zwei Stunden bin ich ins Ziel gerobbt“, erzählt er lachend.

Halb gestorben

Dann ging es Amon professionell an: „Ich habe einen Olympischen Triathlon gefinisht und danach Feuer gefangen.“ Den ersten Halb-Ironman absolvierte der Telekom-Manager bei 38 Grad auf der Donauinsel: „Nach sieben Stunden, ich hatte damals 85 Kilo, bin ich halbsterbend ins Ziel gelaufen.“ Das erste große Erlebnis hatte Amon dann beim Ironman in Klagenfurt vor drei Jahren. „Den Zieleinlauf werde ich nie vergessen. Eine Superstimmung, die Leute jubeln dir zu, und du wirst begrüßt mit ‚You are an Ironman‘. Cool ist auch die Finishline-Party, da wird auch der Letzte, der nach 16 Stunden ins Ziel einläuft, gefeiert. Das ist einfach der Hammer.“

Heute hat Amon längst einen Trainer, der mit ihm den Trainingsplan einen Monat im Voraus abstimmt. Der Zyklus beginnt mit einer Regenerationswoche, in der er „acht Stunden locker trainiert“. Dann steigert sich die Intensität, sodass er in der vierten Woche auf 12 bis 13 Stunden Training kommt. „In der harten Zeit sind es 15 Stunden, mehr schaffe ich nicht“, gesteht er. Amon verbindet gerne das Nützliche mit dem Angenehmen und trainiert deshalb immer mit seinen besten Freunden. „Wenn ich Grundlagenausdauer auf dem Plan habe, kann ich dabei super Schmäh führen und locker reden.“

Für die gute Sache

Amon profitiert vom Sport auch für seinen Beruf: „Du musst akribisch planen und dich vorbereiten. Du trainierst ein ganzes Jahr lang für einen Tag. Da muss alles perfekt sein.“ Für Amon alles kein Problem. Seine Achillesferse ist jedoch sein Gewicht. „Ich bin drei Kilo zu schwer, und deshalb bin ich beim Laufen nicht so fit“, gesteht Amon, aber er isst einfach zu gerne gut. Demnächst läuft der Sportler den Graz Halbmarathon und beim LCC Herbstlauf in Wien. Er muss einfach immer in Bewegung sein. Im März steht der Abu Dhabi Triathlon auf dem Plan, bevor Amon den Ironman in Roth (Bayern) angeht. Der Manager ist auch Mitglied beim „Licht ins Dunkel“-Ironman-Team. Er und die anderen Teammitglieder konnten heuer für diese Charity 140.000 Euro sammeln: „Ich freue mich, mit meinem sportlichen Einsatz am Ende des Tages auch etwas Gutes tun zu können.“

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