Svoboda-Büromöbel-Boss Horst König macht auf Skiern gute Figur

Svoboda-Büromöbel-Boss Horst König macht auf Skiern gute Figur

Horst König, Geschäftsführer von Svoboda Büromöbel, hat das Chemiestudium einer Skifahrer-Karriere vorgezogen. Den zwei Brettln gehört trotzdem noch immer seine Leidenschaft.

Horst König, 51, Geschäftsführer von Svoboda Büromöbel, war als Knirps von zwei Dingen besonders angetan: Das eine war das Skifahren, das andere die Chemie. Naturgemäß hatten die Ski zunächst Vorfahrt: Mit drei Jahren stand er das erste Mal auf den Brettln, mit sechs bestritt er sein erstes Rennen und gehörte dann bis zu seinem 26. Lebensjahr dem SkisportVerein TVN Wels als Amateur an.

Der Welser Bub war ein Talent, keine Frage. Davon zeugen noch heute seine 120 Trophäen, die alle fein säuberlich in Schachteln verpackt bei den Eltern im Keller stehen. Von September bis November wurde hart trainiert, bis in den April standen die Rennen am Programm, und die Abende verbrachte er damit, im Keller Kanten und Belag zu präparieren.

Doch dann bremste die Chemie den Sport aus. "Mein Verein wollte mich in die Skihauptschule in Windischgarsten stecken, aber ich wollte das nicht, weil ich schon als Kind wusste, dass ich Chemiker werden wollte“, begründet er, weshalb er auf eine Sportlerkarriere verzichtete. "Ich bin lieber den soliden Weg gegangen“, sagt König, "und bin nachträglich froh darüber.“ Er studierte Wirtschaftswissenschaften und machte den Chemieingenieur. Seinen Traumberuf als Chemiker bekam er dann bei der Stempelfirma Trodat, wo er noch heute im Stiftungsvorstand sitzt.

Häufiger Spurwechsel

So wie auf der Skipiste wechselte König auch im Berufsleben mehrfach die Richtung. Als er von Casinos Austria ein "unmoralisches Angebot“ (König) für einen Managerjob bekam, griff er zu und verließ seinen angestammten Beruf in der Chemie. Später wechselte er in die Schuhbranche zu Högl, dann zur OMV/Agrolinz und zum Ladenbauer Umdasch, bevor er vor zwei Jahren zu Svoboda Möbel als Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing, Finanzen und Personal geholt wurde.

Kein leichter Job: "Behörden und Banken haben ihre Budgets stark reduziert. Trotzdem haben wir in Österreich eine Sonderkonjunktur im Vergleich zu anderen Ländern“, sagt König. Im aktuellen Geschäftsjahr hat das Familienunternehmen Svoboda insgesamt rund 17.000 Arbeitsplätze ausgestattet und den Umsatz um fünf Prozent auf 33 Millionen Euro gesteigert.

Im Büro von Ban Ki-moon

Dennoch geht der Trend eindeutig weg von großen, hin zu mittleren Projekten. Dem trägt Svoboda nun Rechnung und startete als erster heimischer Büromöbelhersteller einen Webshop, der ein komplettes Ausstattungsprogramm via Internet anbietet. Mit dieser Vertriebsschiene möchte König neben den Businesskunden auch den Home-Office-Markt bearbeiten. "Wer nach dem Prinzip ‚24 hours, seven days‘ arbeitet, möchte auch zuhause den Komfort des Büros genießen.“ Besonders stolz ist König darauf, dass Svoboda gemeinsam mit Wittmann Möbelwerkstätten das Büro des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon ausstatten durfte.

Auch wenn es ganz unterschiedliche Karrieren sind - einen Teil seines beruflichen Erfolgs verdankt König auch dem Skifahren. "Sport ist schon sehr lebensprägend. Man lernt, auf Ziele hinzuarbeiten, Teamfähigkeit, mit Niederlagen umzugehen und sich letztendlich auch über Erfolge zu freuen.“

Seiner Paradedisziplin, dem Skifahren, ist er nach wie vor treu. Am liebsten schwingt König die Hänge in der Hinterglemm oder in Kitzbühel hinab. Seine Kondition ist nach wie vor überdurchschnittlich, doch wenn er hinter seinem Sportsfreund, dem Olympiasieger Mario Reiter, herfährt, wird es hart. "Nach sechs, sieben Riesentorlaufschwüngen krieg ich einen Druck auf die Oberschenkel, das geht richtig rein.“ Kennengelernt hat König das Ski-Ass beim Golfen in Italien. Und in dieser Disziplin werden sich die beiden Herren bald wieder messen können, wenn die Sonne den letzten Schnee weggeschmolzen hat.

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