Superfund-Asset-Managerin Ursula Kampner liebt das Risiko

Superfund-Asset-Managerin Ursula Kampner liebt das Risiko

Ursula Kampner, Geschäftsführerin von Superfund Asset Management, nimmt das Leben sportlich und liebt das Risiko - beruflich wie auch privat.

Bei Ursula Kampner, 53, sind die Übergänge vom Job zur Freizeit und umgekehrt fließend. Die Geschäftsführerin der Superfund Asset Management GmbH trainiert zu Mittag im firmeneigenen Fitnesscenter; im Wiener Headquarter von Superfund. Sie ist aber auch rund um die Uhr für ihre Kunden erreichbar. Diesem Grundsatz ist die gelernte Speditionskauffrau und zweifache Mutter seit Jahren treu. "Anders ginge es auch gar nicht“, sagt sie. "Ich verstehe, dass unsere Kunden auch außerhalb der Geschäftszeiten Fragen zu unseren Finanzprodukten haben, deshalb wird meine Handynummer auch am Wochenende genutzt.“

Ihr Mann Peter und die beide Söhne sind es längst gewohnt, dass der berufliche Einsatz der Ehefrau und Mutter oft bis Mitternacht dauert. Dafür nimmt sich die Managerin Zeit für sehr viel Sport, den sie alleine oder mit ihrer Familie in vielen Disziplinen ausübt: Laufen, Krafttraining, Skifahren, Canyoning, Fallschirmspringen oder Tauchen mit Walhaien. In ihrer Jugend war Ursula Kampner auch noch begeisterte Rock ’n’ Roll-Akrobatin. "Damals war ich noch leichter zum Schmeißen“, scherzt sie, "tanzen gehen wir aber noch immer gerne.“

In die Finanzbranche kam die Managerin durch Zufall. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes suchte Kampner via Inserat nach einem Teilzeitjob. Und heuerte 1996 bei TeleTrader an, einem Unternehmen, das Superfund-Gründer Christian Baha gehört und das auf die Entwicklung von technischen Chartanalysen spezialisiert war. "Ich bin rasch in den Job hineingewachsen und habe bald den Vertrieb geleitet.“ Sieben Jahre später wechselte Kampner als Prokuristin in die Superfund Asset Management GmbH, wo sie den Kundenbereich leitete. Im Juni 2011 stieg sie in die Geschäftsleitung auf. Heute verwaltet sie mit 30 Mitarbeitern die Kundengelder des Hedgefonds in Österreich, Deutschland und den Niederlanden.

Die Arbeit ist nicht weniger geworden. Im Gegenteil. Wenn die Finanzmärkte verrückt spielen, ist ein 16-Stunden-Tag keine Seltenheit für Kampner. Im Vorjahr hatte auch Superfund keine besondere Performance. Viele Anlageprodukte waren auf Jahressicht im Minus. Kampner und ihre Familie sind davon persönlich betroffen, da sie seit vielen Jahren bei Superfund investiert sind. Ihr Vertrauen in die spekulativen Produkte hat Kampner dennoch nicht verloren. "Natürlich hatten wir auch Minusjahre, aber gerade in Krisenzeiten gehen unsere Fonds gut, weil wir Futures beimischen und so von steigenden, aber auch fallenden Kursen profitieren.“ Das neueste Produkt, auf das sie ihre Hoffnung setzt, der Fonds "Superfund Red“, handelt mit rund 60 Finanz- und Rohstoffmärkten rund um den Globus.

Energiebündel

Finanzkrise hin oder her, Kampner weiß, wie sie ihren Kopf freibekommt und Stress abbaut. "Wenn ich mich richtig auspowere, komme ich gar nicht dazu, an die Arbeit zu denken.“ Unter der Woche läuft sie ihre Runden am Wiener Laaerberg, und am Wochenende unternimmt sie gerne Radtouren. Zu extremeren Sportarten wie Canyoning, Husky-Schlittenfahrten oder Fallschirmspringen kommt die Managerin im Zuge von Events, die Superfund für seine Gold-Club-Kunden veranstaltet. "Es ist ziemlich anstrengend, einen Wasserfall runterzuklettern, aber es macht Spaß, und ich kann dabei gut abschalten.“

Mut bewies Kampner auch beim Tandemsprung mit einem Fallschirm. Ganz wohl war ihr dabei nicht. "Ich habe mir Sorgen gemacht, dass sich der Gurt lösen könnte und mein Partner plötzlich nicht mehr an mir hängt“, erzählt sie lachend über ihre Abenteuerlust. Im Vorjahr schnorchelte sie mit Walhaien in Mexiko. Die zwanzig Meter langen Vierzigtonner beeindruckten sie sehr. Angst, von den riesigen Schwanzflossen getroffen zu werden, hatte sie nicht. Kampner ist gewohnt, mit hohem Risiko umzugehen, ob im Privatleben oder im Job.

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