Schönheitschirurg Wolfgang Metka malt, formt und gestaltet

Schönheitschirurg Wolfgang Metka malt, formt und gestaltet

Wolfgang Metka hat seinen Beruf als Mediziner mit seiner Liebe zur Kunst kombiniert: Er wurde Schönheitschirurg.

Das musische Erbgut bekam der ästhetische Chirurg Wolfgang Metka von der mütterlichen Seite mit. Aus dieser Linie entstammen etwa die Schweizer Malerin Angelika Kaufmann und die Bregenzer Schriftstellerin Natalie Beer. Wolfgang Metka - seine Mutter ist Fachärztin für Neurologie, der Vater praktischer Arzt - konnte sich in seiner Jugend nur schwer zwischen Kunst und Medizin entscheiden. Er probierte beides und machte das Beste daraus. Im Brotberuf wurde er Schönheitschirurg und brachte in den 1970er-Jahren diesen Zweig der Chirurgie nach Österreich. Seine künstlerische Ader lebt der Mann, der sogar Kurse bei Kokoschka und Picasso besuchte, im Kunsthistorischen Museum aus, wo er Modellierkurse abhält.

"Dass ich heute die Welt durch die Augen eines Künstlers sehe, verdanke ich meinem Studium an der Sommerakademie, der ‚Schule des Sehens‘, von Oskar Kokoschka auf der Festung Hohensalzburg.“ Der Vater hatte damals schon Angst, dass der Bub Maler wird. Und er war erfreut, dass Wolfgang Metka dann doch das Studium der Medizin in Angriff nahm.

Kunst und Schönheit

Ganz lassen konnte er die Malerei aber nicht. Während der Ausbildung für die plastische Chirurgie in Paris besuchte er jeden Donnerstag die Malkurse von Pablo Picasso. Ein Schlüsselerlebnis hatte er mit seinem Onkel, der bei den New Yorker Philharmonikern die erste Geige spielte. Nach einem gemeinsamen Konzertbesuch meinte dieser über ein Orchester: "Die müssen sich gestritten haben, denn die harmonieren nicht mehr so gut miteinander.“ Und da wurde Metka klar, dass ein wirklicher Künstler noch über ganz andere Fähigkeiten verfügen musste - und sagte sich: "In der Malerei werde ich es nie zu etwas bringen.“

In New York lernte er die plastische Chirurgie bei John Marquis Converse, und in Kalifornien spezialisierte er sich dann auf ästhetische Chirurgie. Die Nähe zur Kunst bestärkte ihn darin, seine Augen und Hände wie ein Künstler einzusetzen. Zehn Jahre lang profitierten davon nicht nur Hollywoods Filmstars. Er eröffnete in Linz Österreichs erste Ordination für ästhetische Chirurgie und pendelte noch eine Zeit lang zwischen Österreich und Kalifornien. Irgendwann ging ihm der täglich blaue Himmel auf die Nerven, und er entschied sich für die Rückkehr nach Österreich. "In Amerika wird man alle zehn Jahre von einem Erdbeben ruiniert, in Österreich jedes Jahr vom Finanzamt“, war seine Abwägung, wo er sich schlussendlich niederlassen sollte. Metka entschied sich trotzdem für die Heimat. Er eröffnete eine Ordination in Wien und nahm ein Primariat an. Bislang haben mehr als 8.000 Patienten seine Dienste in Anspruch genommen. Heute ist Metka Belegarzt im Rudolfinerhaus sowie gerichtlich beeideter Sachverständiger im In- und Ausland.

Den Blick durch Fühlen schärfen

Vor drei Jahren kam ihm die Idee für die heutige Kursreihe "Anatomisches Modellieren für Chirurgie“, die er für kleinere Gruppen im Kunsthistorischen Museum abhält. Den Anstoß dazu gab eine Patientin, die Metka erklärte, sie könne sich eine operative Veränderung ihres Kinns allein anhand einer Fotografie nicht vorstellen.

"Das Wunschbild, das der Patient im Gehirn hat, sehen wir tatsächlich nicht.“ Also lehrt Metka die Mediziner nicht nur das Gestalten von Köpfen, Händen oder Körpern, sondern trainiert auch das Gefühl für Formen, Proportionen und Ästhetik. Eine simple Übung dabei ist, die Augen zu schließen, einen Gegenstand zu fühlen und diesen dann aus einem Tonklumpen nachzubilden. "Die Ergebnisse sind sensationell. Neun von zehn treffen das Modell sehr gut.“

Als Brückenbauer zur Kunst kann Wolfgang Metka seine Überzeugung mit Kollegen teilen, dass ein gewisses Kunstverständnis der ästethischen Chirurgie dienlich ist. Künstler wie Kokoschka, Picasso oder Szyszkowitz, mit denen er arbeitete, lehrten ihn, den Blick für das Schöne auf allen Lebenswegen zu schärfen. Demgemäß formte er sein Credo: "Ästhetische Chirurgie soll die höchste Form der Kunst sein.“

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