Die Uhr-Macher: 7 Branchenmanager präsentieren ihre Lieblingsstücke

Anlässlich der Baselworld wurden wieder die Uhren-Neuheiten des Jahres präsentiert. FORMAT bat sieben Masterminds der Uhrenindustrie, ihre persönlichen Favoriten vorzustellen.

Jedes Jahr kommen unzählige neue Kreationen in den Uhrenfachhandel. Die meisten davon werden anlässlich der Baselworld, der größten Leistungsschau der Uhrenindustrie, vorgestellt. Den Lancierungen gehen monatelange, oft sogar jahrelange Entwicklungen voraus. Hunderte Entwürfe werden erarbeitet, die meisten wieder verworfen. So manche Idee scheitert an der technischen Umsetzung oder endet als Prototyp. Nur die besten Kreationen schaffen es schlussendlich in die Produktion.

Doch wer entscheidet, welche Uhr im darauf folgenden Jahr in den Auslagen zu sehen sein wird? Der kreative Prozess ist immer Teamwork – das letzte Wort haben jedoch die Chefdesigner und Top-Manager. Für FORMAT erzählten einige von ihnen, welche Besonderheiten ihre persönlichen Lieblingsmodelle aufweisen. Zu diesen Entscheidungsträgern zählen auch zwei Österreicher: Matthias Breschan, seit kurzem an der Spitze von Rado in Lengnau (Schweiz), und Dieter Pachner, als VP Sales bei Glashütte Original (Sachsen).

Obwohl das Produkt für alle dasselbe ist, sind die Herausforderungen – je nach Arbeitsplatz – recht unterschiedlich. In einer traditionsreichen Manufaktur gilt es, ein reiches Erbe weiterzuführen, ohne sich in historischen Diskursen zu verzetteln. Die Produkte müssen jahrhundertealte DNA mit modernen Ansprüchen an Design und Funktionalität verbinden.

Dieser Herausforderung stellt sich beispielsweise Jean-Frédéric Dufour an der Spitze von Zenith. Das von ihm vorgestellte Modell basiert auf einem historischen Vorbild – auch wenn das nur mehr Insider erkennen. Das Innenleben ist eine innovative Version des legendären Chronographenkalibers „El Primero“. Bei anderen Marken, die in einem ganz bestimmten Segment agieren, stehen Design und Material im Fokus. Jedes neue Produkt muss exakt die Positionierung der Marke widerspiegeln. Zugleich sollten auch immer wieder neue Zielgruppen angesprochen werden, um auch in Zukunft am globalen Uhrenmarkt reüssieren zu können. Diese komplexe Aufgabe versucht seit kurzem Matthias Breschan als erster österreichischer Präsident von Rado zu lösen.

Wenn die Technik in der Produktentwicklung den Ton angibt, wie es beispielsweise bei den Konzeptuhren von TAG Heuer der Fall ist, gelten wieder andere Gesetze. Das Design muss sich den werktechnischen Vorgaben der Ingenieure unmerklich unterordnen. Jean-Christophe Babin und seinem Team ist dieses Kunststück gelungen. Trotz seines komplexen Aufbaus ist der Mikrograph ein optisch ansprechender Zeitmesser und ein Meilenstein der Zeitmessung, da er auch Hundertstelsekunden misst. „Dieses Projekt wird immer eine der schönsten Erinnerungen meiner Zeit an der Spitze der Marke TAG Heuer bleiben.“

– Ines B. Kasparek

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