Chrono Award: FORMAT- und trend-Leser wählten die schönsten Uhren

Im Rahmen des achten Chrono Awards haben die Leser von FORMAT und trend in sechs Kategorien die Top-Uhren des Jahres gewählt. Hier sind die Ergebnisse im Detail.

Der Chrono Award ist Österreichs einzige Uhrenwahl, bei der die eingereichten Modelle nicht nach stilistischen oder technischen Aspekten, sondern nach wirtschaftlichen Kriterien, das heißt, nach Preisklassen kategorisiert werden. Ursprünglich von FORMAT ins Leben gerufen, wird diese hochkarätige Uhrenwahl seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Magazin trend durchgeführt. Im Laufe der Jahre hat sich der Chrono Award als aussagekräftiger Indikator für die heimische Uhrenbranche und als attraktives Panorama der Uhrenszene – pünktlich zum Auftakt des Weihnachtsgeschäftes – etabliert. Die Resultate des Chrono Awards werden vonseiten der Industrie immer mit besonderer Spannung erwartet, da die Leser der beiden Wirtschaftstitel FORMAT und trend als besonders uhreninteressierte Zielgruppe gelten.

Tickende Leistungsschau

Zum Chrono Award 2010 wurden von 45 verschiedenen Marken insgesamt 107 aktuelle Uhrenmodelle eingereicht, die im Oktober von beiden Wirtschaftsmagazinen vorgestellt wurden. Die Entscheidung, wer bei der Chrono Award Gala am 12. November eine oder gar mehrere Auszeichnungen mit nachhause nehmen durfte, trafen somit ausschließlich die Leser von trend und FORMAT. Und hier sind die Preisträger:

First Class

Die nach oben offene Preisklasse ab 25.000 Euro erreichte auch diesmal wieder atemberaubende Sphären: Das teuerste eingereichte Modell, die „L.U.C. 150 All-in-One“ von Chopard, verkörpert immerhin einen Wert von 257.600 Euro. Die Trophäen gingen zwar nicht an die teuersten Kandidaten, dennoch sind die Preisträger allesamt würdige Repräsentanten feinster Uhrmacherkunst – gefertigt in traditionsreichen Manufakturen in der Schweiz und in Sachsen. Interessanterweise haben die Leser von FORMAT und trend diesmal kein Tourbillon auf das Podium gewählt. Gold, Silber und Bronze gingen in diesem Jahr an Uhren mit Kalenderfunktion – eine Wahl, die das Interesse an sinnvollen, im täglichen Leben nutzbaren Komplikationen unterstreicht. Die meisten Stimmen erhielt das Modell „Saxonia Jahreskalender“ von A. Lange & Söhne, ausgestattet mit dem Kaliber L085.1. „SAX-0-MAT“, das einen Automatik- Aufzug, ein Großdatum sowie Anzeigen für Wochentag, Monat und Mondphase bietet. Der zweite Platz geht an den Vorjahressieger in der Kategorie „First Class“: Die Manufaktur Jaeger-LeCoultre konnte auch mit dem neuesten Meisterwerk „Duomètre à Quantième Lunaire“ überzeugen, das durch seine Ästhetik ebenso begeistert wie durch seine innovative Uhrwerktechnologie. Den dritten Platz erreichte Vacheron Constantin mit dem „Patrimony Traditionelle Chronograph Perpetual Calendar“.

Premium Class

In der zweithöchsten Preisklasse (bis 25.000 Euro) konnte sich ein echter Klassiker in seiner neuesten und bislang anspruchsvollsten Ausführung durchsetzen. Der im Jahr 1952 von Breitling lancierte Flieger-Chronograph „Navitimer“ ist längst zum Kultobjekt geworden. 2010 erhält diese Ikone des Schweizer Chronographenspezialisten mit dem Breitling-Manufaktur-Kaliber 01 ein neues Innenleben. Dass diese Aufwertung auch vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wird, beweist das Resultat des diesjährigen Chrono Awards. Der auf 200 Stück weltweit limitierte „Navitimer Caliber 01 red gold“ verbuchte Platz eins, gefolgt von IWC Schaffhausen mit dem neuen „Portugieser Yacht Club Chronographen“. Der dritte Platz ging an ein markantes Uhrenmodell, das gleich drei Uhrentrends in sich vereint: den wirkungsvollen All-Black-Style, das maskuline Großformat und den Materialtrend Keramik – die „Luminor 1950 10 Days GMT Ceramica“ von Panerai.

Success Class

IWC Schaffhausen steht bei den Lesern von FORMAT und trend generell hoch im Kurs und rangierte daher bei den Chrono Awards der letzten Jahre fast immer unter den Preisträgern. 2010 steht IWC ganz im Zeichen ihrer beliebtesten Produktfamilie, der „Portugieser“. Somit verwundert es kaum, dass nach dem zweiten Platz in der Premium Class IWC auch in der Kategorie bis 10.000 Euro mit einem Modell dieser Kollektion reüssieren konnte. Der Klassiker „Portugieser Automatic“ erreichte hier nicht nur Platz eins, sondern bekam sogar die meisten Stimmen des gesamten Chrono Awards 2010. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren zwei sportliche Chronographen im trendigen All-Black-Style: Silber geht an den Fortis „B-42 Flieger Black Chronograph Alarm Chronometer“, Bronze an Breitling für das Modell „Blackbird Blacksteel“.

Business Class

Die Palette jener Uhren, deren Verkaufspreis 5.000 Euro nicht übersteigt, gestaltete sich wie jedes Jahr stilistisch besonders vielfältig. Die Preisträger in der Business Class des Chrono Awards spiegeln jedoch eindeutig die in dieser Preisklasse vorherrschende Stilrichtung wider: Gefragt ist schlichtes, alltagstaugliches Design, das zu jedem Outfit und zu jeder Gelegenheit passt. Die meisten Stimmen konnte eine kleine sächsische Uhrenmarke für sich verbuchen, die zu den auserkorenen Lieblingen der FORMAT- und trend-Leser zählt: Nomos Glashütte überzeugt wie kaum ein anderer Hersteller durch ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und erhielt diesmal den goldenen Chrono Award für das Modell „Zürich Anthrazit Datum“ mit dem neuen Auto matik-Manufakturkaliber Epsilon. Platz zwei sicherte sich erstmals die Marke „max bill by junghans“ für den betont schlichten Chronographen „Chronoscope“. Platz drei ging an TAG Heuer für die neueste Generation eines echten Uhrenklassikers, „Carrera Calibre 1887“.

Trendsetter

Auch in der Kategorie bis 1.000 Euro erhielt ein Produkt aus dem Hause Nomos Glashütte mit Abstand die meisten Stimmen: Das mit römischen Ziffern und kleiner Sekunde betont klassisch gestaltete Modell „Ludwig“ ist trotz der günstigen Preislage mit einem Manufakturkaliber, dem Handaufzugswerk Alpha, ausgestattet. Den zweiten Platz in dieser Kategorie erreichte mit MeisterSinger die jüngste Marke unter den diesjährigen Preisträgern. Das Unternehmen wurde mit der Wiederbelebung der Einzeigeruhr bekannt, war diesmal jedoch mit dem stilistisch an dieses markante Design angelehnten Dreizeiger- Modell „Skrypto“ erfolgreich. 2010 stehen übrigens in allen Kategorien Armbanduhren mit runden Gehäusen auf dem Siegespodest – mit einer einzigen Ausnahme: Die rechteckige „Hampton Classic“ von Baume & Mercier erhielt für ihr zeitlosedles Design den bronzenen Chrono Award.

Ladies Special

Die Beliebtheit dieser Kategorie, in der ausnahmsweise nicht der Verkaufspreis, sondern lediglich die Eignung für feminine Handgelenke zur Teilnahme berechtigt, wurde auch in diesem Jahr wieder mit den meisten Einreichungen unterstrichen. Die 24 nominierten Modelle boten ein facettenreiches Panoptikum an mehr oder weniger femininen Armbanduhren quer durch alle Stilrichtungen und Preisklassen – von 98 Euro (Nomination) bis 54.000 Euro (Cartier). Die Top drei spiegeln auch drei sehr unterschiedliche Ansprüche wider: die mechanische Uhr im femininen Kleid – mit Perlmuttzifferblatt und Diamantlünette – in Form der „Little Saxonia“ von A. Lange & Söhne, die schlichte, völlig glamourfreie Businessuhr, repräsentiert von der für zarte Handgelenke verkleinerten Nomos Glashütte „Tangente 33 grau“, und schließlich der glamouröse Eyecatcher, vertreten durch die XL-Version der neuesten Damenuhrenkreation „Captive de Cartier“.

Wir danken den Lesern von FORMAT und trend für die vielen Votings und freuen uns auf den Chrono Award 2011. Fotos von den Gewinner-Uhren und der Chrono-Gala gibt es hier .

– Ines B. Kasparek

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