Christoph Raninger: Bawag P.S.K-Vorstand, Extremsportler

Christoph Raninger: Bawag P.S.K-Vorstand, Extremsportler

Christoph Raninger, Vorstandsmitglied in der Bawag P.S.K., ist noch immer ein Extremsportler. Täglich absolviert der Banker seine schweißtreibenden Sporteinheiten. Ein Marathon ist für ihn ein Spaziergang. Er schwimmt wöchentlich bis zu 9.000 Meter und sitzt trotzdem täglich um acht Uhr in Büro.

Was haben der britische Vorzeigeunternehmer Sir Richard Branson und der Vorstand der Bawag P. S. K., Christoph Raninger, 40, gemeinsam? Beider Credo ist der Spruch: „Geht nicht gibt’s nicht!“ Das meiste, was Branson angegriffen hat, wurde zu Gold. Und auch Raninger verfolgte von Jugend an hartnäckig das Ziel, top zu sein: im Spitzensport und im Brotberuf. Beides hat der Mann erreicht. Der Bankvorstand ist bei der Bawag P. S. K. oberster Treasurer und Firmenkundenchef in Personalunion, und sein tägliches Arbeitspensum liegt bei zwölf Stunden. Bevor er jedoch um acht Uhr an seinem Schreibtisch sitzt, hat er schon schweißtreibende Sporteinheiten hinter sich gebracht. Sei es in seiner privaten Kraftkammer oder im Schwimmbad des Holmes Place, wo er im 20-Meter-Becken oft 150 Längen schwimmt. Ein Pensum, dass nur Hartgesottene durchhalten. Raninger ist ein solcher. „Man erlebt Emotionen im Sport, die man sonst nie wieder erlebt“, beschreibt Raninger sein Animo.

Schon im Alter von zwölf Jahren spielte der gebürtige Knittelfelder, motiviert durch seinen Vater, wettkampfmäßig Tennisturniere. Er hatte in der vierten Klasse Gymnasium bereits 200 Fehlstunden durch sein sportliches Engagement. Also wechselte er in die Kader schmiede des Bundesportzentrums Südstadt, die auf die Schul-Sport-Kombi spezialisiert ist.

Alsbald spielte Raninger Tennis in den höchsten Regionen: Er war jahrelang im Nationalteam, spielte in der Superliga, war dreimal Staatsmeister und konkurrenzierte sich mit Assen wie Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch. Besonders stolz ist Raninger darauf, dass er den Jugend-Grand-Prix gewonnen hat: „Wenn man sich in der Siegerliste einträgt, und dort stehen Prominente wie Boris Becker, dann sind das schöne Momente, die man nie vergisst.“

Er verhehlt aber auch nicht die Kehrseite der Medaille: „Tennis ist ein brutaler Sport, er fordert viel Disziplin, mentale und physische Stärke. Und damit lernt man schon als junger Mensch umzugehen.“ Jede Minute seiner Jugend war streng einem Terminkalender unterworfen. Parallel zu den Wettkämpfen begann Raninger das Kombistudium Sportwissenschaft und Wirtschaft. „Der Tagesablauf war von früh bis spät sehr eng getaktet“, erinnert er sich. „Ich hatte aber auch die Chance, die Welt zu bereisen und gute Preisgelder einzuspielen.“ Auch seine Zeit bei der Heeressport- und Nahkampfschule verbrachte Raninger mit Leistungssport, und nach der Grundausbildung wurde er „zum Tennisspielen in die Südstadt abkommandiert“.

Mit 26 Jahren befand er sich dann am Scheideweg: Er entschied sich für eine Karriere als Investmentbanker und kehrte dem Tennis zugunsten seiner Gesundheit den Rücken. „Erst fiel ich in ein großes Loch; ich trainierte aber locker weiter, damit ich meine Körperspannung aufrechterhalten konnte.“ Und das tut er bis heute. Raninger hält sein Gewicht und seine Konfektionsgröße seit dem 16. Lebensjahr konstant. Nach der Tennis-Ära fing er zu laufen an. Er wurde steirischer Meister mit einer Marathon-Zeit von 2:34 Stunden. Die Weltbestzeit des Kenianers Patrick Makau Musyoki liegt bei 2:03:38. Später sprang Raninger kurzfristig für einen Freund beim „Dolomitenmann“ ein, der gekennzeichnet ist durch die Disziplinen Berglauf, Paragleiten, Wildwasser-Kajak und Mountainbiken. „Dagegen war der Marathon ein Spaziergang“, beschreibt er die Strapaz.

Dass Raninger heute täglich „ein bis zwei Stunden trainiert“, ist quasi ein Klacks. Menschen, deren Ausrede es ist, keine Zeit für Sport zu haben, erteilt Raninger gleich eine Absage. „Alles ist eine Einteilungssache“, erklärt er. Außerdem: „Durch meine langjährige sportliche Erfahrung habe ich eine hohe Leidensfähigkeit und Stressresistenz entwickelt und kann daher auch ein hohes Arbeitspensum bewältigen.“ Raningers These, wie spielend man Sport erlernen kann, beweist schon seine dreijährige Tochter Ella, die unbeschwert und lachend mit Papa hundert Meter auf dem Laufband abspult. Gemäß dem Motto: „Geht nicht gibt’s nicht!“

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