Auto-Zampano Stefan Mladek holt sich seinen Kick beim Floorball

Auto-Zampano Stefan Mladek holt sich seinen Kick beim Floorball

Stefan Mladek, Geschäftsführer der noch jungen Internetplattform autogott.at, holt sich seinen sportlichen Kick beim Floorball.

Viele kleine Lochbälle rollen auf dem Spielfeld hin und her, Spieler mit Hockeyschlägern in den Händen stehen einander gegenüber und spielen sich gegenseitig Pässe zu. Ein seltsames Spiel, nicht Eishockey, nicht Landhockey. Ein neues Spiel.

Es ist ein Mittwochabend, und die Mitglieder des Wiener Floorball-Vereins wärmen sich auf. Anstoß. Der Schiedsrichter lässt den Ball fallen. Stefan Mladek, 34, sprintet vor und versucht, an den Ball ranzukommen. Er versetzt dem gegnerischen Spieler einen Body-Check. Foul! Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel. Mladek muss für zwei Minuten auf die Strafbank. Blöd gelaufen. Doch Mladek ist gar nicht so unfroh über die Zwangspause, denn Floorball oder Unihockey, wie das Teamspiel mit dem Schläger aus Kunststoff auch genannt wird, ist ziemlich anstrengend.

Früher war Mladek besser in Form. Doch seit er beim noch jungen österreichischen Internetportal autogott.at als Geschäftsführer tätig ist, fehlt ihm oft die Zeit zum Trainieren. Jetzt muss er sich erst mal richtig ins Business reinknien. Das Geschäft, Neuwagen mit Rabatten bis zu 42 Prozent online anzubieten, war in Österreich offenbar eine Marktlücke. Laut dem deutschen Autopapst Ferdinand Dudenhöffer haben solche Portale ein Wachstumspotenzial von 40 bis 70 Prozent – auch in absatzschwachen Zeiten.

„Für uns ist das eine gute Zeit, denn viele Autos sind rascher verfügbar, weil die Importeure und der Handel unter Druck sind“, erklärt Mladek. Die Idee für die Plattform autogott.at hatte Gerald Költringer, Inhaber einer Internet- und Designagentur und heutiger Mehrheitseigentümer von autogott.at, als er im Vorjahr einen Artikel über den Onlineverkauf von Neuwagen las. Er studierte die deutschen Mitbewerber Autohaus24. de und MeinAuto.de und programmierte Anfang des Jahres die Österreich-Version autogott. at. Derzeit speisen knapp 60 Markenhändler aus allen Bundesländern ihre Modelle auf Mladeks Internetplattform ein.

Der Unterschied zu den deutschen Mitbewerbern: Jeder Kunde kann sein Traumauto bis ins kleinste Detail am Internetportal autogott.at selbst konfigurieren, ob er getönte Scheiben haben will, Ledersitze, ein Schaltgetriebe oder ein gekühltes Handschuhfach. Bestellt und gekauft wird der Bolide aber nicht bei autogott.at, sondern beim Händler. „Wir treten nur als Vermittler der Autos auf und legen das Erstangebot, Probe gefahren und gekauft wird beim Händler, und wir kassieren nur Provision“, erklärt Mladek. Noch „verbrennt“ autogott.at monatlich Geld. Doch Mladek ist zuversichtlich und rechnet damit, in eineinhalb Jahren den Break-even zu erreichen. Es gibt auch Überlegungen, in die benachbarten Ostländer zu expandieren, da dort noch genügend Potenzial vorhanden ist. Der Sportsmann bleibt auf jeden Fall am Ball, beruflich wie auch privat. Früher war Mladek ein Tennis-Ass, gab auch Unterricht und verdiente sich so ein Zubrot zu seinem WU-Studium.

Eishockey ohne Schlittschuhe

Vor elf Jahren lud ihn ein Freund erstmals zu einem Floorball-Match ein. Mladek fand Gefallen daran, wechselte die Schläger und trat dem Wiener Floorball-Verein bei. Die Vorzüge fasst er so zusammen: „Floorball ist im Prinzip wie Eishockey, nur ohne Eis und ohne Schlittschuhe und mit dem Unterschied, dass bei Floorball harter Körpereinsatz untersagt ist und die Regeln viel strenger sind.“ Body-Checks sind verboten, und mit der Schaufel des Hockeyschlägers darf nur bis zur Hüfthöhe ausgeholt werden. Dadurch gibt es auch erheblich weniger Verletzungen. Gespielt wird nur in der Halle, dreimal 20 Minuten.

Floorball verlangt den Spielern eine gute Kondition ab. Und an der arbeitet Mladek gerade. Wenn es seine Zeit erlaubt, geht er vormittags ins Fitnesscenter und zweimal die Woche zum Floorball-Training. 2020 wird es Floorball erstmals als olympische Disziplin geben. „Für mich wird sich das nicht mehr ausgehen“, lacht Mladek, „doch solange ich beweglich bleibe, schnell genug laufen kann und ausdauernd bin, werde ich diese Sportart ausüben.“

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