Andreas Heger liebt den Ballwechsel

Andreas Heger verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen: Über seine Firma Prochaska verkauft er Maschinen für den Golf- und Gartenbereich. Privat kickt er mit seinem Sohn und schwingt Golf- und Tennisschläger.

Andreas Heger liebt den Ballwechsel

Andreas Heger, 47, ist immer am Ball, ob am Fußballfeld, am Centrecourt oder am Green. Er ist Geschäftsführer und Eigentümer der Prochaska Handels GmbH mit Sitz in Wien-Floridsdorf, die seit mehr als 60 Jahren auf den Verkauf von Kommunalgeräten für Rasenpflege und Schneeräumung spezialisiert ist. Seine sportliche Leidenschaft für Fußball, Tennis und Golf kann er ganz gut mit seinem Beruf verbinden: Denn dort, wo er abschlägt, aufschlägt oder ankickt, kommen meist auch seine Maschinen zum Einsatz.

Auch wenn es den Anschein hat, eine gemähte Wiese ist das Business trotzdem nicht für Andreas Heger. „Ich habe noch nie so hart wie jetzt gearbeitet“, beschreibt der Unternehmer sein Tun, „aber das mit großer Leidenschaft.“ Denn mit dem Einstieg in die Selbständigkeit hat sich der zweifache Vater seinen Kindheitstraum verwirklicht. Die Eltern hatten ein Landmaschinenunternehmen, vertrieben Agrarzubehör und beschäftigten 130 Mitarbeiter. Als der Vater 1976 verstarb, waren Heger und sein Bruder noch viel zu jung, um den Familienbetrieb übernehmen zu können. Das Unternehmen wurde verkauft, und heute befindet sich am Platz, wo ehemals die Firma „Heger Pflüge“ stand, das Museumszentrum Mistelbach.

Später studierte Andreas Heger, machte seinen Doktor und schlug eine Karriere als Finanzmanager ein. Nachdem er sieben Jahre lang bei der Chase Manhattan Bank gewerkt hatte, stellte er sein Know-how der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft zur Verfügung, bis er im Jahr 2008 die Chance bekam, in die Selbständigkeit zu wechseln.

Damals erwarb er von der Ameropa Holding, einem internationalen Multi, der auf Düngemittel, Getreide und Rohstoffhandel spezialisiert ist, die Prochaska GmbH. Der Handelsbetrieb bietet heute Maschinen für die Rasenpflege im professionellen und privaten Bereich an. Dabei vertreibt Heger vier Produktlinien: Er hat die Generalvertretung für die Rasenmäher von Toro, die bei Golf- und Gartentechnik eingesetzt werden; er vertreibt die Robomow Mähroboter, die Kioti Kompakttraktoren (Rasenmähen und Schneeräumen) und Club Car, den Weltmarktführer für Golfwagerln.

Das Business läuft gut. Alleine in diesem Jahr hat Heger ein Umsatzplus von 28 Prozent auf 13 Millionen Euro zu verbuchen. „Der Gartenmarkt ist wachsend, nicht zuletzt weil das Bedürfnis nach Urlaub im eigenen Garten steigt und immer mehr Menschen den traditionellen Rasenmäher gegen einen Mähroboter tauschen“, sagt Heger. Zu Prochaskas Großkunden zählen etwa die Gemeinde Wien, zahlreiche Bundesliga-Fußballclubs, die Fußballakademie von Red Bull Salzburg oder Austria Wien sowie Golf- und Tennisclubs.

Freude am Ballspiel

„Meine Work-Life-Balance ist zurzeit mehr auf Work gestellt“, gesteht Heger. Ein Zeitfenster findet er doch immer wieder, um seiner Passion zu frönen. Entweder besucht der Rapid-Fan mit seinem Sohn Fußballspiele oder matcht sich mit dem Filius und Tochter Stefanie am Centrecourt des Wiener Parkclubs. Die Tochter ist auch eine begeisterte Reiterin und tritt am Wochenende bei den Niederösterreichischen Landesmeisterschaften an.

Hegers große Passion ist jedoch nach wie vor das Golfspiel. „Mein 12er-Handicap von einst ist zwar auf 15 gefallen, aber das tut meiner Freude am Spiel keinen Abbruch“, gesteht der Unternehmer. Wenn er dazu kommt, geht er noch eine kleine Runde am Abend. Aber nie alleine, „das ist mir viel zu fad“. Gerne verbindet Heger seine Golfleidenschaft mit Reisen, und die führen oft in die USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind für ihn auch die Golfplätze ohnegleichen, ob bei den Pebble Beach Resorts, im Spyglass Hill, einem der anspruchsvollsten Plätze der Welt, oder im Trump National Golf Club in Los Angeles.

Das erste Mal schlug Heger übrigens mit 16 Jahren in der Freudenau ab. Doch wegen Mangels an finanziellen Möglichkeiten für eine teure Clubmitgliedschaft verlegte er sich alsbald wieder auf Tennis. Erst mit 22 Jahren stieg er wieder auf Golf um und wurde Mitglied im renommierten Golfclub Schloss Schönborn, der bis heute sein Heimatplatz ist. Und ein Tummelplatz für seine Rasenmäher.

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