Gegen Zölibat: Offener Brief katholischer Priester-Frauen an den Papst

Gegen Zölibat: Offener Brief katholischer Priester-Frauen an den Papst

In einem offenen Brief an Papst Franziskus haben 24 Frauen, die Beziehungen mit katholischen Priestern haben, den Papst aufgefordert, das Pflicht-Zölibat der katholischen Priester zu revidieren.

24 Frauen aus ganz Italien haben Papst Franziskus in einem Offenen Brief gebeten, den Pflichtzölibat für katholische Priester zu revidieren. Sie wollten die "Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit durchbrechen", der sie begegneten, schrieben die Frauen, laut Kathpress die nach eigenen Angaben alle eine Beziehung zu einem Priester oder Ordensmann haben, hatten, oder unterhalten wollen.

Der Brief, der mit Vornamen und Kürzeln unterzeichnet ist, wurde am Samstag vom Internet-Portal "Vatican Insider" publik gemacht. Sie seien täglich einem "zerstörerischen Leiden" ausgesetzt, und bäten den Papst, "dass sich etwas ändert, nicht nur für uns, sondern zum Wohl der ganzen Kirche", heißt es in dem Brief.

Sie wünschten, dass diese Männer weiterhin ihre Berufung als Priester ganz ausfüllen könnten. Aber die Geheimhaltung schaffe eine heuchlerische Situation, die frustrierend sei. "Wir hoffen von ganzem Herzen, dass du unsere Liebe segnest", so die Unterzeichnerinnen.

Papst: "Zölibat überzeugend leben"

Papst Franziskus hat Priester wiederholt aufgefordert, den Zölibat in überzeugender Weise zu leben. Als Kardinal in Buenos Aires hatte Jorge Mario Bergoglio in einem Interview erklärt: "Derzeit bin ich für die Beibehaltung des Zölibats, mit allem pro und kontra, das damit zusammenhängt"; denn in den zehn Jahrhunderten überwögen die positiven Erfahrungen. Freilich handele es sich um eine "Frage der Disziplin und nicht des Glaubens", sagte er in einem gemeinsamen Gesprächsbuch mit dem Rabbiner Abraham Skorka aus dem Jahres 2010.

Was Bergoglio nach eigenem Bekunden ablehnte, sei ein Doppelleben von Klerikern. "Wenn ein Priester mir sagte, eine Frau sei durch ihn schwanger, habe ich ihm deutlich gemacht, dass das natürliche Recht vor seinem Recht als Priester rangierte." Er habe daher Amt aufgeben müssen, um sich um das Kind zu kümmern, so der argentinische Erzbischof.

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