EU-Studie zeigt es Schwarz auf Weiß: 5 Dinge, die glücklich machen

EU-Studie zeigt es Schwarz auf Weiß: 5 Dinge, die glücklich machen

Geld macht glücklich, Arbeiten ebenfalls und Gesundheit sowieso - das sind die Ergebnisse einer europaweiten Eurostat-Studie. Und, übrigens: Trotz aller Suderei gehören die Österreicher zu den glücklichsten Völkern der EU.

„Sudern“ und „Granteln“ sind Wörter, mit denen deutsche Bundesbürger wenig anfangen können, die aber zum Grundwortschatz eines jeden Wiener Kindes gehören. Bedeutet das, dass die Österreicher gemeinhin ein Volk aus schlechtgelaunten Misanthropen sind? Mitnichten, besagt eine aktuelle Studie der EU-Statistikbehörde Eurostat, bei der Menschen in Europa gefragt wurden, wie glücklich sie mit ihrem Leben derzeit sind. Ergebnis: Die Österreicher sind deutlich glücklicher als andere europäische Völker – inklusive der Deutschen.

Die glücklichsten Europäer leben der Statistik zufolge im kalten Norden; die Einwohner Dänemarks, Finnlands und Schweden bewerten ihr eigenes Wohlbefinden auf einer Skala von 0 bis 10 mit einem Wert von 8,0. Danach folgen die Niederlande und Österreich mit 7,8; Deutschland kommt bloß auf einen Wert von 7,3. Die unzufriedensten Europäer leben in Bulgarien (4,8), gefolgt von Griechenland, Zypern, Ungarn und Portugal (jeweils 6,2). Durchschnittlich wird das Glücklichsein der Europäer mit 7,1 bewertet.

Doch was macht die Menschen eigentlich glücklich? Die vor allem bei wetterfühligen Menschen weit verbreitete Ansicht, dass der Frühling auch die Sonne in die Herzen bringt, wird wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein – sonst wären die Griechen, Zyprioten und Portugiesen deutlich glücklich als die Vitamin-D-sanktionierten Skandinavier. Vielmehr, so die statistische Auswertung der Daten, bestimmen demographische und ökonomische Faktoren das Wohlbefinden der Menschen.

1. Hauptsache, man ist gesund

Der Eurostat-Studie zufolge fand sich die höchste Zufriedenheit mit dem eigenen Leben bei jenen Menschen, die laut Eigenangabe kerngesund sind – sie gaben im Schnitt einen Glücklichkeitswert von 7,9 an. Demzufolge hat die eigene Gesundheit eine größere Auswirkung auf das Wohlbefinden als etwa die finanzielle Lage oder soziale Beziehungen.

2. Geld macht glücklich

Aber auch ein hohes Einkommen macht glücklich – das ist keine neue Erkenntnis, sondern geht bereits auf Studien aus den 1970er Jahren zurück: Im Jahr 1974 wies etwa eine Studie nach, dass innerhalb einzelner Länder Menschen mit höherem Einkommen glücklicher sind; außerdem sind im Schnitt jene Menschen glücklicher, die in reicheren Ländern leben. Das ist per se wenig überraschend – allerdings zeigte die gleiche Studie auch, dass ein hohes BIP-Wachstum nicht automatisch das subjektive Glücksgefühl der Einwohner steigen lässt. Eine mögliche Schlussfolgerung daraus wäre, dass ein höheres Einkommen zwar zum Wohlbefinden beiträgt, diese positive Entwicklung aber irgendwann ihre Grenze erreicht.

Unterstützt wird die Theorie, dass Geld glücklich macht, auch von der aktuellen EU-Studie: Das Drittel der Befragten mit dem niedrigsten Einkommen kommen nur auf einen durchschnittlichen Glücklichkeitswert von 6,5, im Vergleich zu 7,1 im Mittelfeld und 7,5 beim reichsten Drittel.

3. Familie macht glücklich

Der demographische Wandel hat eine beachtliche Zahl an Single-Haushalten produziert – doch augenscheinlich fühlen sich nicht alle Menschen wohl in ihrem einsamen Lebensstil: Mit einem Wert von 7,4 weisen jene Menschen die höchste Zufriedenheit auf, die in Haushalten mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern leben; am unglücklichsten sind Singles, die jünger als 65 Jahre alt sind, sowie alleinerziehende Eltern (jeweils 6,6).

Eine hohe Unzufriedenheit mit dem Leben zeigen alleinlebende Frauen über 65 Jahre (29,4 Prozent), gefolgt von alleinerziehenden Eltern (29,2 Prozent).

4. Arbeit macht glücklich

Am unzufriedensten mit dem eigenen Leben sind der Studie zufolge arbeitslose Menschen (Wert: 5,8). Von allen soziodemokratischen Kriterien hat Arbeitslosigkeit der Studie zufolge den größten negativen Einfluss auf das Wohlbefinden: 43,6 Prozent der Arbeitslosen weisen niedrige Werte beim subjektiven Wohlbefinden auf.

Unter der arbeitenden Bevölkerung sind Vollzeit-Arbeiter (7,4) geringfügig glücklicher als Teilzeit-Kräfte (7,3). Selbständige kommen bloß auf einen Wert von 7,2. Am glücklichsten sind mit einem Wert von 7,8 aber Menschen, die sich noch in der Ausbildung befinden.

5. Glücklich in die Pension

Betrachtet man das subjektive Glücklichkeitsempfinden nach Alter, so fällt gleich ins Auge, dass der Wert mit steigendem Alter stetig abnimmt; ab den frühen 30ern liegt die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben meist schon unter dem Durchschnitt. Mit einer Ausnahme: Einen kleinen Sprung nach oben macht die Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren. Die Erklärung dahinter ist recht naheliegend: Zwar macht Arbeiten viele Menschen glücklich – doch dann freuen sie sich schließlich doch, wenn sie endlich in Pension gehen können.

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