Wraps on Wheels: Ein Foodtruck kurvt durch Wien

Wraps on Wheels: Ein Foodtruck kurvt durch Wien

In US-Metropolen wie Los Angeles gehören Foodtrucks, also zum rollenden Restaurant umgebaute Lieferwägen, längst zum urbanen Stadtbild. Mit den Wrapstars kurvt jetzt auch ein in Wien ein Imbiss-Lastwagen durch die Straßen.

"Tasty by Nature", "Pepper Ann" und "Souja Boy" nennen Marko Ertl und Matthias Kroisz ihre gerollten Wraps - und sie schmecken so wie sie heißen. Würzig-Süß, pfeffrig und pikant-salzig. Marinierte Bohnen, Cous-Cous, Cheddar, geröstetes Gemüse und hausgemachte Soßen haben sie in die Teigfladen eingepackt.

Für Fleischfans gibt's obendrauf Hühnchen oder Rindfleisch, je nach Füllung kosten die Wraps zwischen fünf und acht Euro. Ertl und Kroisz haben sich auf die gefüllten Fladen spezialisiert, deren Ursprung in der mexikanischen und griechischen Küche liegt.

Auf vier Rädern gerollt kommt auch ihr Restaurant "Wrapstars", in dem es die gefüllten Fladen zu kaufen gibt: Einen Lieferwagen haben sie zur mobilen Küche umgebaut, rund 60.000 Euro investiert. In den Vereinigten Staaten heißen sie Foodtrucks, seit kurzem kurven sie auch durch Wiens Straßen und treffen den Nerv der Zeit: Mittagessen für Menschen, die wenig Zeit haben und sozial vernetzt sind.


Bild: Wrapstars

Schwieriger Start in Wien

Die Behörden legen den beiden Jungunternehmern viele Steine in den Weg. "Marktamt, Arbeitsinspektorat, Verkehrsamt, mehr als zehn Parteien sind involviert und keine fühlt sich zuständig für uns", klagt Kroisz. Auch von Gastronomen und der Wirtschaftskammer regt sich Widerstand: Das mobile Standl macht Lokalen Konkurrenz, es passe nicht ins Stadtbild, heißt es.

Für das Parken auf öffentlichen Flächen braucht der Truck nicht nur eine Genehmigung, sondern ist zudem auf Strom aus der Steckdose angewiesen - die Suche nach adäquaten Plätzen wird dadurch noch erschwert. Gerade haben Kroisz und Ertl jedoch eine Zusage für eine Fläche in St. Marx bekommen, das Sortiment soll bald auch durch Smoothies und selbstgemachte Limonaden aufgepeppt werden.

Gesundes Fast Food

Hintergrund ihrer Geschäftsidee ist jedoch nicht Fast Food. "Wir wollen ein gesundes Mittagessen verkaufen. Außerdem kann man die Wraps mit vielen verschiedenen Zutaten füllen", sagt Matthias Kroisz, einer der beiden Foodtrucker. Ein Großteil ihrer Zutaten ist biologisch, die Soßen hausgemacht.

Zwar bieten auch McDonalds und Anker Wraps an, aber eben mit anderen Zutaten und "Wraps on Wheels" orientiert sich mehr an Burritos.


Bild: Wrapstars

Im Gegensatz zu den amerikanischen Trucks, die eine komplette Küche an Bord haben, werden die Füllungen für die Wiener Wraps in einer Zentralküche zubereitet. Vor Ort werden sie dann frisch gerollt. Ab 100 verkaufter Wraps rentiert sich ein bestimmter Standort.

Über ihre Homepage ,
Facebook und demnächst auch über einen Newsletter erfährt man, wo ihr Foodtruck gerade geparkt hat. Derzeit stehen sie nur an der Veterinärmedizinischen Uni im 22. Bezirk und beim Designer-Outlet in Parndorf.

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