Wein: Eine Frage der Etikette

Schön gestaltete Weinflaschen sind mehr als nur Ausdruck des persönlichen Stils. FORMAT zeigt eine subjektive Auswahl an gelungenen Beispielen.

Wein: Eine Frage der Etikette

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Das trifft auch auf Weinetiketten zu. Seit sich Winzer nach modernen Methoden am Markt behaupten müssen, ist für sie auch die Flaschengestaltung mehr als nur Tradition oder Ausdruck des persönlichen Stils. Weinetiketten sind eine Art Visitenkarte. Sie sagen zwar wenig bis gar nichts über den Inhalt aus, nicht selten aber sind sie mitentscheidend, über geschäftlichen Erfolg oder Misserfolg. So lässt etwa das Niederösterreichische Weingut Jurtschitsch Jahr für Jahr die Etiketten eines ganz bestimmten Weines („GrüVe“) von dem Maler Christian Ludwig Attersee gestalten. Insgesamt ein beachtlicher Marketingerfolg, unter Puristen aber nicht unumstritten.

Design für Flaschen

Deshalb setzen viele Winzer mehr auf typografische Lösungen wie etwa das Wachauer Weingut „Pichler-Krutzler“. Motto: keine Bilder, keine Fotos, nur Schrift und viel Weißraum. Manche Etiketten gelangen sogar aus rein künstlerischer Sicht zu Weltruhm. So hat etwa das burgenländische Winzerpaar Eduard Tscheppe und Stephanie Tscheppe-Eselböck ihre gesamte Etikettenlinie von der Hamburger Werbeagentur „Jung von Matt“ gestalten lassen: Ergebnis: Das innovative Flaschendesign wurde nicht nur mit dem Goldenen Löwen von Cannes ausgezeichnet, es fand auch im Rahmen der Ausstellung »How wine became modern« Aufnahme im „San Francisco Museum of Modern Art“. Zu den außergewöhnlichsten Schöpfungen in diesem Genre zählen auch die Etiketten des jungen burgenländischen Weinmachers Christian Tschida. Der Winzer hat sich selbst als Gestalter verwirklicht und zusammen mit dem Grafiker Stefan Fuhrer eine Etikettenserie in die Welt gesetzt, die für Aufsehen gesorgt hat. Tschida: „Außergewöhnliche Weinetiketten sind oft eine Gratwanderung. Sie müssen nicht nur schön sein, sondern auch die Art und Qualität des Weines wieder spiegeln“. Nachsatz: „Auch wenn die Flaschen noch so schön sind, am Ende des Tages entscheidet immer noch der Inhalt.“

7 Beispiele für besonders gelungene Wein-Etiketten

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