Lokalkritik: Wieninger am Nussberg

Lokalkritik: Wieninger am Nussberg

Fritz Wieninger, Wiens Paradewinzer, hat am Wiener Nussberg seinen zweiten Heurigen eröffnet, mit einer so traumhaften Sicht über Wien, wie man sich das kaum vorstellen mag.

Allein deshalb wird diese sensationelle Lokalität schon bald regelmäßig gestürmt werden. Hinzu kommt aber, dass neben den Weinen auch noch das Essbare hervorragend ist. Wieninger, bei seinen Weinen ein überaus kluger und notorischer Qualitätsfanatiker, hat für den kulinarischen Part Sigi Machatschek eingesetzt. Und der ist in Sachen Qualität mindestens so verrückt wie Wieninger.

Obwohl sich die Auswahl an Essbarem nur auf kalte Sachen beschränkt (wie das halt bei echten Buschenschanken so ist), ist das Angebot dennoch bemerkenswert. Machatschek wollte sich nicht mit Dutzendprodukten zufriedengeben, sondern bestellte nur bei ausgesuchten Produzenten. Die Hauswürstel stammen aus einem kleinen Betrieb in Tirol, die Käsespezialitäten ebenso von kleinen, aber feinen Produzenten und die Blunzen kommt vom Blutwurstguru Dormayer in Langenzersdorf, einem der Besten auf diesem Gebiet. Wunderbar auch die Mangalitza-Presswurst vom Edelfleischhauer Thum. Den guten Liptauer macht Machatschek selber, genauso wie das herrliche Verhackerte, eine Mischung aus Bratlfett und Grammelschmalz mit Chili, Zitronengras und Jungzwiebel.

Was immer der Mann aussucht oder zu typischen Heurigenhappen formt, ist einfach großartig. Sogar ein schlichter Wurstsalat wird so zur Delikatesse.

Und so will man gar nicht mehr weg hier. Ein magischer Ort. Doch wie kommt man eigentlich hin? Ganz einfach: mit dem Auto von der Heiligenstädter Straße in die Kahlenberger Straße, hinauf bis zur Ecke Eichelhofweg, dort das Auto parken und ein paar Schritte zu Fuß gehen.

NAME: Wieninger am Nussberg
ADRESSE: 1190 Wien, Eichelhofweg 313
TELEFON: 0664/854 70 22
ÖFFNUNGSZEITEN: Fr. u. Sa. 14-22, So. 11-22 Uhr
WEB: www.facebook.com/wieninger.am.nussberg

Bild: Herbert Hacker/René Prohaska Herbert Hacker

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