Lokalkritik: "Sosaku" in Wien

Lokalkritik: "Sosaku" in Wien

Sushi-Buden gibt es in Wien wie Sand am Meer. Wirklich gute Japan-Restaurants sind jedoch selten. Im "Sosaku" hat man sich auf Krabben spezialisiert: Beim King Crab Tataki gesellen sich Avocado, Cream Cheese und Chilli Mayonnaise zu den Krustentieren.

Mitunter hat auch deshalb das erst Ende des Vorjahres eröffnete Sakai in der Florianigasse einen erstaunlichen Medienhype ausgelöst. Ein vergleichsweise ruhigeres Dasein fristet hingegen das Sosaku
in der Neustiftgasse. Das kleine Lokal wirkt von außen besonders unscheinbar, aber auch innen ist es ausgesprochen schlicht.

Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier fantastisch gekocht wird. Dabei ist es nicht nur die Qualität, sondern auch die Art der Küche, denn einige der Gerichte wird man in Wien kein zweites Mal finden.

Etwa die vielen Krabben-Kreationen. Darunter - gleich für den Beginn - ein King Crab Tataki mit Königskrabben, Avocado, Cream Cheese und Chilli Mayonnaise. Großartig. Wunderbar auch das Softshell Crab Tempura oder die King Crab Soup mit Shitakepilzen. Die köstlichen Königskrabben gibt es aber auch als Hauptspeise, ganz pur in der Schale, mit einer zerlassenen Chillimayo.

Krustentiere auf vielerlei Art

Wer Krabben mag, wird spätestens bei diesem Gang ehrfürchtig in die Knie sinken. Die Softshell Crabs kommen dann noch als verschiedenste Maki-Varianten vor, etwa als King Crab Maki oder als Spicy Roll. Eigentlich egal in welcher Form die Krustentiere hier verarbeitet werden, sie sind einfach Weltklasse.

Empfehlenswert ist auch ein Blick in die Kategorie "New Maki“ mit Kreationen wie "Sosaku-Maki“, eine Variante, die zur Abwechslung ohne Königskrabben auskommt. Die Mischung besteht aus Daikon (weißer Rettich), Avocado, Mango, Gurke, Koriander und - wenn schon nicht Krabben, dann zumindest Garnelen.

Klein ist auch die Weinkarte mit einigen Weinen, die man bei Durchschnittsasiaten nie finden würde. Dafür könnte die Sake-Auswahl größer sein. In der Karte stehen jedenfalls nur die Varianten "kalt“ und "warm“.

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