Lokalkritik: "Lola" in Wien

Doch auch eine gute Küche und eine sagenhafte Weinauswahl mit über 1000 Positionen ist kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Und so musste die Aubergine (eine Anspielung auf den legendären Feinschmeckertempel von Eckart Witzigmann in München) zum Leidwesen einer treuen Fangemeinde die Pforten schließen.

Lokalkritik: "Lola" in Wien

Inzwischen wurde die frei gewordene Lokalität übernommen - von einem Team aus Andalusien. José Antonio Cavello, sein Partner und sein Koch haben sich in den Kopf gesetzt, die Küche Andalusiens so authentisch wie möglich nach Wien zu bringen. Ergebnis: ein spanisches Lokal, das sich tatsächlich von den anderen in der Stadt abhebt. Wer meint Tapas müssen immer klein und happenförmig sein, der wird hier eines besseren belehrt. Ob authentisch oder nicht, die Tapas-Portionen sind im Lola zuweilen überraschend groß, damit aber auch wieder preislich sehr günstig. So wie etwa der köstliche Knoblauchmayonnaise-Toast (Tostada de Alioli) mit iberischem Schinken und Wachtelei um 5,70 Euro, oder die Schweinefleischspieße auf Röstkartoffeln (Pinchos morunos) um 6,30 Euro.

Spanische Klassiker wie frittierte Tintenfische (Calamares fritos), frittierte Sardellen (Boquerones fritos) und Pulpo auf galizische Art kommen in noch größeren Dimensionen zu Tisch. Sehr gut jedenfalls die frittierten Eier mit frittierten Kartoffeln, geriebenen Manchego und iberischem Schinken. Nur die Riesengarnelen im Tempurateig mit Maracujamayonnaise hätten mehr Salz vertragen.

Das Lokal sieht jetzt ein wenig anders aus, schlichter, doch angenehm. Wem das Villacher vom Fass zu wenig spanisch vorkommt, der sollte das "San Miguel“ in der Flasche nehmen. Ansonsten viele spanische Weine ohne große Überraschungen, einige Cocktails und leider nur zwei spanische Brandys.

NAME: Zur Lola
ADRESSE: 1010 Wien, Gonzagagasse 14
TELEFON: 01 532 30 71
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.-Fr. 12-24 Uhr, Sa. 18-24 Uhr.
PREISE: 4,50 bis 21,80 Euro
WEB: www.lolatapas.at

Bild: Herbert Hacker/René Prohaska Herbert Hacker

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