Lokalkritik: "Dom Beisl" in Wien

Küchenchefs kommen und gehen. Und zwar in immer kürzeren Abständen. Daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Wo heute ein gefeierter Koch am Herd steht, kann schon morgen wieder ein ganz anderer in den Kochtöpfen herumrühren.

Lokalkritik: "Dom Beisl" in Wien

Aktuelles Beispiel: das Wiener Dom Beisl hinter dem Stephansdom. Der als hochtalentiert, aber etwas schwierig geltende Harald Riedl hat dort immerhin einen Michelin-Stern erkocht. Seine Zeit hatte dennoch ein Ablaufdatum. Seit voriger Woche steht nach einem mehrwöchigen Umbau Thomas Wohlfarter in der Küche. Wohlfarter kochte unter anderem in der besten Zeit des "Meinl am Graben“ unter Christian Petz. Erst unlängst hat er die Küche in dem urigen Naschmarktbeisl "Zur eisernen Zeit“ auf Vordermann gebracht. Und weil beide Lokale den gleichen Eigentümern gehören, lockten diese Wohlfarter in das Dom Beisl, um ihm die Nachfolge Riedls anzubieten.

Das Lokal ist jetzt etwas heller mit verspielten Lampen, für die Weine sorgt der renommierte Sommelier Hermann Botolen. Botolen kennt Wohlfarter noch aus alten Meinl-Zeiten. Die beiden könnten ein kongeniales Duo abgeben. Inspirierte Kochkunst und dazu Weinempfehlungen, die besser, origineller und kompetenter nicht sein können.

Aber auch was aus der Küche kommt, ist durch die Bank hervorragend: ein lauwarmer Kalbskopf mit Kapern (perfekt), ein Tatar vom Bio-Milchkalb (solide), Milchkalbsravioli auf Rahmkochsalat (konkurrenzlos) oder ein gefüllter Ochsenschwanz mit Kohlrabi (ausgezeichnet).

Vermutlich der Touristen wegen wurde auch ein Wiener Schnitzel ins Programm genommen. Eines allerdings, das den Anspruch erhebt, das "best Schnitzel in town“ zu sein. Man darf sehr gespannt sein, was Maître Botolen dazu dann als idealen Wein empfiehlt.

NAME: Dom Beisl
ADRESSE: 1010 Wein, Schulerstraße 4
TELEFON: 01/512 03 02
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.-Sa. 11.30-23 Uhr
PREISE: Vorspeisen bis 17, Hauptspeisen bis 29,50 Euro
WEB: www.dombeisl.at

Bild: Herbert Hacker/René Prohaska Herbert Hacker

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