Lokalkritik: "Al Mercato" in Wien

Lokalkritik: "Al Mercato" in Wien

Unter der Bezeichnung „Marktachterl“ wurde das Lokal am Wiener Karmelitermarkt an dieser Stelle schon einige Male beschrieben. Der Grund: Ein überaus reger Betreiberwechsel, wie er mittlerweile recht häufig geworden ist.

Jetzt ist aus dem „Marktachterl“ ein Italiener geworden: das „Al Mercato“. Als Mann an der Front haben die neuen Betreiber Vittorio Turco (Bild) engagiert, ein in Österreich lebender ­Sizilianer, der ebenfalls schon einige Stationen hinter sich hat. Bekannt geworden ist er als Padrone des ehemaligen „Da Vitti“ in der Kumpfgasse, doch das ist auch schon einige Zeit her. Danach tauchte Vittorio im „Cucinoto“ auf, einem kleinen Lokal im dritten Bezirk. Doch auch diese Phase war eher kurz.

Das „Al Mercato“ ist jetzt eine Art italienisches Mehrzwecklokal, eine Mischung aus Pizzeria, Osteria, Bar, Café und einem Alimentari-Shop. Neben guten Pizzen wird hauptsächlich süditalienisch gekocht. Mit dieser Küche hat sich Vittorio in Wien auch einen Namen gemacht, vor allem seine ­Seeigel-Pasta war in Zeiten des „Da Vitti“ konkurrenzlos.

Umgesetzt wird die Küchenlinie, die ­Vittorio vorgibt, von einem Neapolitaner. Dessen Pasta ist zuweilen großartig, auf der Karte finden sich Spaghetti nach sizilianischer Art (mit Oliven, Sardellen und Kapern), Bavette mit Rucola und Shrimps oder eine Pasta, die je nach Tagesangebot zubereitet wird. Die Hauptgerichte sind zum Teil ziemlich klassisch: „Calamari alla griglia“, „Pesce misto“ (eine Fischplatte für zwei Personen) oder „Filetto di Manzo“ (gegrilltes Rindsfilet mit Rosmarin-Kartoffeln).

Wer aber Gerichte mag, wie sie für den Teil Italiens südlich von Rom typisch sind, der sollte besser die Karte beiseite lassen und mit Vittorio ins Gespräch kommen, vielleicht hat er ja sogar ein paar Seeigel im Haus. Oder er lässt spontan eine sizilianische Pasta mit Fisch machen, wie man sie hier kaum kennt.

NAME: Al Mercato
ADRESSE: 1020 Wien, Karmelitermarkt 96
TELEFON: 01/2160074
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.–Fr. 10.30–22 Uhr, Sa. 8.30–22 Uhr
PREIS: Vorspeisen bis 12, Hauptspeisen bis 22,50 Euro

Bild: Herbert Hacker/René Prohaska Herbert Hacker

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