Barilla: Pizza und Pasta aus dem 3D-Drucker

Barilla: Pizza und Pasta aus dem 3D-Drucker

Statt Kunststoff oder Metall arbeitet der 3D-Drucker mit einer Lebensmittelpatrone, die je nach Bedarf Teig, Tomaten oder Zwiebeln ausspuckt. Die Zutaten sind auf einem USB-Stick gespeichert, der einfach an den Drucker angeschlossen wird. Der weltgrößte Pastahersteller will 2014 damit auf den Markt kommen.

Seit zwei Jahren forschen der italienische Nudelkonzern und Ingenieure der Technischen Universität Eindhoven an einem 3D-Drucker, der auf Knopfdruck Pizza und Pasta herstellt. „Wir haben inzwischen einige sehr weit entwickelte Lebensmittel-Drucker im 3D-Format in unseren Labors stehen“, sagte Entwickler Kjeld van Bommel der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Ob Penne, Spiralli oder Girandoli, der Drucker soll die verschiedensten Pastaformen herstellen können.

Barilla will den 3D-Drucker vorrangig an Restaurants liefern, die damit die Teigwaren vor Ort drucken können. Der Prototyp des 3D-Lebensmitteldruckers soll alle zwei Minuten rund 15-20 Nudeln ausspucken. Noch haben die Forscher der Technischen Universität diese Geschwindigkeit noch nicht erreicht, sie habe sich jedoch in den vergangenen beiden Jahren verzehnfacht. Restaurant-Gäste können ihre selbst designte Pasta auf einem USB-Stick ins Restaurant mitbringen und bekommen sie dann in wenigen Minuten frisch auf den Teller serviert.

3D-Lebensmitteldrucker bald massenkompatibel

Laut van Bommel testeten die Forscher bereits mehrere 3D-Drucker in Restaurants in Eindhoven. Auch wenn 3D-Lebensmitteldrucker noch in der Entwicklungsphase stecken, erwarten die Ingenieure, dass die Drucker irgendwann ein Gerät für die breite Masse werden. Genforscher arbeiten seit längeren an künstlich hergestellten Lebensmitteln und wollen mit 3D-Druckern die Ernährung der Weltbevölkerung sicherstellen. Der weltgrößte Nudelhersteller will in Zukunft auch in der Gastronomie punkten. 2013 wurde in New York ein "Academia Barilla"-Restaurant eröffnet, wo primär Pasta-Gerichte angeboten werden. 2011 setzten die Italiener vier Milliarden Euro um und erzielten einen Nettogewinn von 76 Millionen Euro.

Leben

Österreicher fahren auf italienischen Panettone ab

Schoko-Nikolo fallen im Greenpeace-Test durch

Leben

Schoko-Nikolo fallen im Greenpeace-Test durch

Leben

Jetzt wird Geliefert: Online-Supermärkte im Test