Bike-Trends 2015: Das Comeback des Superbikes

KTM RC 125

Westentaschen-Racer für Autofahrer . Speed-Upgrade für die
Achtelliterklasse: Autobahntaugliche 125 km/h Spitze! Motor: Einzylinder, 6-Gang,Kette Hubraum: 124,7 cm³ Leistung: 15 PS Spitze: 125 km/h (!) Preis: € 4.598,–

Kawasaki Ninja H2 ABS und H2R ABS

Kawas neue Super-Racer. In der Rennversion H2R ohne Straßenzulassung theoretisch bis zu 400 km/h schnell. Motor: Vierzylinder Reihe, Kompressor, 6-Gang, Kette Hubraum: 998 cm³ Leistung: 200/210 PS (H2, ohne bzw. mit Ram Air) bzw. 310/326 PS (H2R) Spitze: 299 km/h/theoretisch bis zu 400 km/h Preis: € 31.000,–/55.200,-

Big is beautiful. Nach Jahren des Booms bei Rollern und „autofahrertauglichen“ 125ern sind 2015 große Kubaturen wieder im Aufwind. Der Trend zum Big Bike verschafft auch dem PS-starken Superbike zu einer Art Renaissance.

Von der Rennstrecke auf die Straße – oder umgekehrt. Im Superbike-Segment um die 300 km/h rittern heuer fast alle Hersteller mit neuen „rennstreckenerprobten“ Superbikes um die Poleposition beim Kunden. BMW überrascht mit einer um 6 zusätzliche PS „kampfwertgesteigerten“ S 1000 RR, Aprilia bringt eine Neuauflage seiner RSV4, Ducati die neue Panigale 1299, Kawasaki seine HighEnd-Racer Ninja H2 und H2R, Suzuki eine Neuauflage der GSX-R 1000 ABS und Yamaha eine neue YZF-R1.

Neuer Super-Racer von Kawasaki

Mit seinem neuen Superbike mit 199 PS und offiziellen 299 km/h Spitze will BMW jetzt offenbar die letzten Reste des gemütlichen, aber etwas biederen Tourer-Images aus der Boxer-Ära (Stichwort „Gummikuh“) abstreifen. Auch technisch ist alles anders: Kein Boxer, sondern ein Reihenvierzylinder, kein Kardan, sondern Kette - fast schon ein Japaner.

Apropos Japaner: Kawasaki ist mit seiner avantgardistisch designten Ninja H2 nicht nur ein Hingucker gelungen. Bringt die normale H2-Version (€ 31.000,-) schon 200 bis 210 PS (Ram Air) auf die Straße (Spitze offiziell: 299 km/h), sind es in der Rennversion H2R ohne Straßenzulassung bis zu 326 PS (mit Ram Air). Das reicht theoretisch für Tempo 400 km/h. Fahren kann man das nicht einmal mehr auf der Rennstrecke. Selbst die allerkühnsten Biker ließen es bisher bei 350-360 km/h bleiben.

Offiziell nur 285-299 km/h schnell

Wie viel Sinn Superbikes mit 300 km/h Top-Speed in einem Land mit 130 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung machen, ist - ähnlich wie bei Sportwagen - eher eine philosophische oder psychologische Frage. Wer sich indes wundert, dass so gut wie keines der neuen PS-Wunder offiziell die 300 km/h-Marke knackt: Das ist kein Zufall, sondern ein Sonderfall von „Political Correctness“. Im Gegensatz zur Autowelt, wo so etwas noch nie eine Frage war (ganz im Gegenteil!), gilt die Angabe von Höchstgeschwindigkeiten im Allgemeinen und speziell von solchen ab 300 km/h aufwärts bei den meisten heimischen Motorrad-Importeuren als politisch unkorrekt. Beispiel: BMW gibt auf seiner Website die Höchstgeschwindigkeit seiner neuen S 1000 RR reichlich verschämt lediglich mit „über 200 km/h“ an, bei anderen Herstellern fehlt die Geschwindigkeitsangabe gleich ganz.

Motto: Man will ja niemanden dazu verführen, Motorräder nach Höchstgeschwindigkeit zu kaufen und Letztere vielleicht auch noch auszuprobieren, aber produzieren und an den Mann bzw. an die Frau bringen möchte man die Bikes natürlich schon.

Einzig Aprilia nennt in seinen Homologationsunterlagen ehrlich den Top-Speed seiner neuen Superbikes RSV4 RF und RR: Tempo 305 km/h.

Westentaschen-Racer

Sogar durch die „autofahrertaugliche“ 125er-Klasse weht heuer mit der KTM RC 125 ein Hauch von Rennatmosphäre. Dank voller 15 PS Leistung schafft KTMs vollverkleidete Westentaschen-Racer bis zu 125 km/h. Damit kann man sogar auf der Autobahn dem einen oder anderen Brummi das Auspuffrohr zeigen.

Besitzer eines neuen A2-Führerscheins, die ein leichtes, aber flottes „Superbike“ suchen, werden heuer bei Yamaha fündig. Die Yamaha YZF-R3 ist so etwas wie die Bonsai-Version des neuen Yamaha Superbikes YZF-R1. Der 321 cm3 Zweizylinder produziert beachtliche 42 PS, was in einer erreichbaren Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h mündet. Yamahas YZF-R3 trifft in der Klasse der kleinen, A2-tauglichen Superbikes allerdings auf Platzhirsch KTM. Die RC 390 der Mattighofner (373,2 cm3, Einzylinder) hat bei 147 kg Trockengewicht ganze 2 PS mehr (44 PS) und schafft offiziell rund 175 km/h.

Der neue A2-Einsteiger und Aufsteiger-Führerschein lässt auch in anderen Bereichen die längst vergessene Hubraumklasse der 300er wiederauferstehen: Wer etwa nach einem leichten Naked Bike in Streetfighter-Optik fahndet, stößt 2015 auf Kawasakis neue Z300. Die Z300 ähnelt optisch ihren großen Brüdern und bringt bei nur 170 kg Gewicht immerhin 39 PS auf’s Hinterrad. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit von 166 km/h reicht auf jeden Fall auch für‘s erste Strafmandat…

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