Wie der neue Jaguar XE in der Mittelklasse abräumen will

Wie der neue Jaguar XE in der Mittelklasse abräumen will

Die deutschen Premium-Hersteller können sich festhalten. Der neue Jaguar XE will mit einer Armada an Innovationen Mercedes & Co die luxusverwöhnten Kunden, die auch mit Mittelklasse-Limousinen gerne sportlich fahren, abjagen. Das coupéartige Modell verfügt über besonders sparsame Motoren, Aluminium-Leichtbauweise, ein neues Fahrwerk, neueste Lasertechnik für Head-up-Displays und ist auch was die Technik für Notbremsassistenten betrifft, ganz vorn dabei.

Nach der aufseheneregenden Markteinführung des Spitzenmodells der Marke, dem Jaguar F-Types, soll nun das Premium-Mittelklassemodell, der XE, die Kassen zum Klingen bringen. Um gegen die Konkurrenten wie den Audi A4, den BMW 3 und die Mercedes C-Klasse bestehen zu können, wurden Millionen in die Forschung und Entwicklung gebuttert.

Aluminium-Monocoque wie sonst nur für Luxus- und Formel-1-Autos

Der XE ist auch innerhalb des Konzerns etwas besonderes. Denn es ist das erstes Modell das auf Basis der neuen modularen Jaguar Land Rover Plattform gefertigt wurde. Designer und Fahrzeugentwickler arbeiteten von Beginn an eng zusammen und legten alle wichtigen Parameter gemeinsam fest. Es ist zugleich das erste Auto des Segments mit einem zum überwiegenden Teil aus Aluminium gefertigten Monocoque. Der hohe Aluminium-Anteil senkt das Fahrzeuggewicht auf unter 1.500 Kilo und bietet exzellente Aerodynamik-Werte. Jaguar blickt auf eine lange Geschichte im Bau windschnittiger Modelle zurück. Der XE setzt diese Tradition nun mit dem niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert (Cw-Wert) aller Jaguar-Modelle fort: 0,26. Die neue Katze aus Großbritannien setzt innerhalb der Marke neue Bestwerte in punkto Aerodynamik, Gewicht und Verwindungssteifigkeit. Es ist auch der erste Jaguar mit einer elektromechanischen Servolenkung (EPAS). "Diese ist auf ein optimales Ansprechverhalten ausgelegt und verbraucht weniger Energie als ein hydraulisches System. Diese Art der Lenkung bietet größere Möglichkeiten zu Feineinstellungen. "Es wurde uns klar, dass die Vorteile einer modernen elektrischen Lenkung die früheren Nachteile – wie das als zu künstlich empfundene Lenkgefühl – bei weitem aufwiegen", so Jaguar in einer Aussendung.

Neue sparsame Motorenfamilie

Neu sind auch die Motoren. Die neuen Modelle werden sowohl von Vierzylindern – Benziner und Diesel in Voll-Aluminiumbauweise – sowie einem ebenfalls komplett aus Leichtmetall gefertigten V6 angetrieben. Wer ordentlich auf die Tube drücken will, dürfte sich vom 3,0-Liter-V6 Motor angesprochen fühlen, dess Kompressor auch im Sportwagenmodell der Marke, dem F-Type, schlummert. Der XE S beschleunigt mit der Kraft von 450 Newtonmeter auf 5,1 Sekunde von 0 auf 100 km/h und riegelt bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ab.
Darüber hinaus führt Jaguar im neuen XE eine neue Motorenfamilie ein: „Ingenium“. Der 2,0-l-Vierzylinder-Diesel läuft als erster Vertreter der Ingenium-Baureihe vom Band. Durch eine besonders saubere Verbrennung, eine variable Steuerung der Auslassventile und eine aufwändige Abgasnachbehandlung erreicht der neue Dieselmotor die neue Euro 6-Norm. Im Falle des 163-PS-Modells und 380 Netwonmeter starken Modells sinken die CO2-Emissionen im kombinierten EU-Zyklus auf 99 g/km. Jaguare

Agiles Fahren durch spezielle Vorder- und Hinterachsen

Um das Fahrwerk besonders agil, reaktionsfreudig und geschmeidig zu machen, hat man sich nicht statt, wie viele Konkurrenten für eine Vorderachse nach dem sogenannten Prinzip McPherson entschieden, sondern für eine Aluminium-Doppelquerlenker-Konstruktion", so Jaguar in einem Statement. Auch für die Hinterachse wurde eine spezielle Aluminium-Integral-Hinterachse konstruiert, die sonst nur in größeren und weitaus teureren Fahrzeugen anzutreffende ist. Diese gibt dem Modell hohe Quer- und Längssteifigkeit die man für präzises Handling und den geschmeidigen Komfort benötigt.

Der aus dem Jaguar F-TYPE bekannte Sechszylinder entwickelt bis zu 450 Nm Drehmomentd beschleunigt das Topmodell Jaguar XE S in nur 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Erstmals bietet Jaguar auch wieder ein manuelles Getriebe an: Einen Sechsgang-Handschalter für die 2,0-l-Diesel. Alternativ – und für alle XE-Benziner serienmäßig – gelangt die Kraft über eine gewichtsoptimierte Version der Achtstufen-Automatik 8 HP von ZF an die Hinterräder.

Ohne durchdrehende Räder durch den Matsch

Der Jaguar XE ist das weltweit erste Modell mit der so genannten All Surface Progress Control (ASPC). Die Off Road-Traktionshilfen arbeiten wie eine auf niedrige Geschwindigkeiten eingestellte Cruise Control. Selbst auf extrem rutschigem Untergrund baut es laut Hersteller bei Geschwindigkeiten zwischen 3,6 und 30 km/h ohne Durchdrehen der Räder maximale Haftung auf – und zwar ohne dass der Fahrer dazu ein Pedal betätigen müsste.

Neue Lasertechnik für Head-up-Display

Das neue Laser Head-up-Display (HUD) ist um fast ein Drittel leichter als herkömmliche Displays auf LED-Basis. Die in die Windschutzscheibe projizierten farbigen Symbole zu Geschwindigkeit oder Routenführung – sollen im Vergleich schärfer und kontrastreicher sein.

Stereo-Videokamera für Notbremsassistenten

Jaguar setzt im neuen XE auch als einer der ersten Hersteller eine Stereo Video-Kamera ein. Dieser State-of-the-art-Sensor übernimmt die Funktion der „Augen“ für den autonomen City-Notbremsassistenten. Die Geschwindigkeit des XE und der Abstand zu Objekten in seinem Vorfeld werden exakt gemessen. Im Notfall wird automatisch eine Vollbremsung eingeleitet, um eine Kollision zu verhindern oder zumindest abzumildern.

Das Topmodell, der Jaguar XE S, signalisiert mit großen vorderen Lufteinlässen, seitlichen „Kiemen“ mit Chromüberzug, einem dezenten Heckspoiler und optionalen 20-Zoll-Schmiedefelgen das Leistungspotential des aufgeladenen 3,0-Liter-V6-Benziners.

Der neue Jaguar XE startet zu Preisen ab € 37.000,- ab Sommer 2015 .

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