Weniger Neuzulassungen in Österreich

Im Vorjahr wurden um 5,7 Prozent weniger Autos zugelassen als 2011. Ohne Tageszulassungen wäre der Rückgang noch höher gewesen.

Weniger Neuzulassungen in Österreich

Der private Konsum ist im Jahr 2012 auf der Stelle getreten. Insbesondere die Ausgaben für Gebrauchsgüter wie Autos oder Möbel gingen zurück. Abgesehen von den Monaten Jänner, März und Juni waren die Pkw-Neuzulassungen immer rückläufig - zum Teil sogar zweistellig. Im gesamten vergangenen Jahr wurden 336.010 Autos neu zugelassen, um 5,7 Prozent oder 20.135 Stück weniger als im Rekordjahr 2011. Fast 8 Prozent der Fahrzeuge wurden nur für einen Tag zugelassen. Ohne die Tageszulassungen wäre der Rückgang im Vergleich zu 2011 noch höher gewesen, gab die Statistik Austria am Mittwoch bekannt.

Auch die Zulassungen von Lkw (-3,6 Prozent) und Motorfahrrädern (-12,1 Prozent), die wichtigste Fahrzeugart unter den Zweirädern, sind zurückgegangen. Eine Zunahme gab es dagegen bei land- und forstwirtschaftlichen Maschinen (6,9 Prozent auf 8.318 Stück) sowie bei Leichtmotorrädern (+15,4 Prozent). Motorräder blieben weitgehend unverändert (-0,1 Prozent).

Auch wenn die Auto-Neuzulassungen im Vorjahr zurückgingen, wurde laut Statistik Austria der zweithöchste jemals erhobene Wert erzielt. Die Zahl dieselbetriebener Pkw (56,4 Prozent Anteil) nahm gegenüber 2011 um 2,6 Prozent ab, jene benzinbetriebener Pkw um 9,9 Prozent. Der Anteil alternativ betriebener Pkw war mit 0,9 Prozent bzw. 3.063 Stück weiterhin vergleichsweise gering, der Zuwachs betrug 27,8 Prozent. Leistungsstärkere Pkw waren auch 2012 am beliebtesten. Auch sei ein Trend zu abgasärmeren Pkw augenscheinlich, so die Statistik.

Unter den Top-10-Marken stand 2012 die Marke VW mit 61.627 Pkw bei den Neuzulassungen weiterhin an der Spitze (Anteil: 18,3 Prozent), gefolgt von Skoda mit 21.698 Fahrzeugen (Anteil: 6,5 Prozent), Ford (Anteil: 6,4 Prozent), Audi (Anteil: 6,2 Prozent), Hyundai und Opel (Anteil: jeweils 5,7 Prozent), Renault (Anteil: 5,0 Prozent), BMW (Anteil: 4,7 Prozent), Seat (Anteil: 4,3 Prozent) und Peugeot (Anteil: 4,2 Prozent). Zunahmen gegenüber 2011 verzeichneten die Marken Skoda (+6,6 Prozent), Hyundai (+6,4 Prozent), Audi (+4,4 Prozent) und BMW (+1,4 Prozent) während sich Opel (-25,7 Prozent), Seat (-12,7 Prozent), Peugeot (-10,9 Prozent), Renault (-9,9 Prozent), Ford (-8,7 Prozent) und VW (-5,4 Prozent) rückläufig entwickelten.

Der Gebrauchtwagen-Markt stagniert. Die Zahl der Gebrauchtzulassungen von Pkw lag mit 808.384 Stück um 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Pkw mit Benzinantrieb entwickelten sich rückläufig (-3,5 Prozent), im Gegensatz dazu war bei dieselbetriebenen Pkw eine Zunahme von 4,1 Prozent zu beobachten. Am Nutzfahrzeugmarkt gab es bei Lkw eine Zunahme von 3,6 Prozent, Sattelzugfahrzeuge sowie land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen entwickelten sich unterschiedlich (-16,7 Prozent bzw. +2,1 Prozent). Bei Leichtmotorrädern (+8,2 Prozent), Motorfahrrädern (+2,3 Prozent), aber auch bei Motorrädern (+2,1 Prozent) waren Zunahmen zu verzeichnen.

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