Wasserstoffautos wären dann mal fertig

Brennstoffzellen sind umweltfreundliche Energiespender, in denen sich Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser verbinden. Dabei wird elektrischer Strom erzeugt, der etwa Autos, Kraftwerke und Laptops antreiben kann.

Wasserstoffautos wären dann mal fertig

Ende der 90er Jahre wurde die Technologie in den Himmel gelobt - verschiedene Autohersteller verkündeten, dass sie im Jahr 2004 leistbare Wasserstoffautos auf den Markt bringen und Millionen davon verkaufen würden. Nach einem kurzen Hype sind die Brennstoffzellen zwar aus den Schlagzeilen verschwunden, doch heimlich, still und leise hätten die Ingenieure große Fortschritte gemacht: Die Wasserstoffautos seien alltagstauglich geworden, so Experten am Dienstagabend im Rahmen der vom Wissenschaftsfonds FWF organisierten Vortrags- und Diskussionsreihe "Am Puls" in Wien.

"Die Autoindustrie hat eine Wachstumsstrategie, und immer mehr Menschen, zum Beispiel in China und Indien, wollen mit dem Auto fahren", sagte Werner Tillmetz vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Doch der Bedarf an Erdöl übersteige mittlerweile das Angebot, und die Autohersteller brächten Alternativen zu Benzin- und Dieselmotoren. Hinter verschlossenen Türen wären die Firmen daher "voll dahinter", Brennstoffzellen-Autos zu entwickeln und zu testen, erklärte der Experte.

Die Autohersteller hätten dabei große Fortschritte gemacht, und einen Brennstoffzellen-Motor könne man von außen kaum mehr von einem Benzin- oder Dieselantrieb unterscheiden, so der Experte. Weltweit seien ungefähr 1.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge unterwegs, sie würden gut funktionieren, seien robust und alltagstauglich. Die Innovationen gingen aber nicht von Europa aus, kritisierte Tillmetz. "Asien dominiert wieder einmal die Markteinführung und ist dabei, die Weltmärkte zu erobern", sagte er.

Ein Problem sei allerdings, dass die Infrastruktur fehlt, um die Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Treibstoff zu versorgen. Es würde auch niemand ein Netz von Wasserstoff-Tankstellen aufbauen, solange nicht eine gewisse Zahl an Brennstoffzellen-Autos unterwegs ist, weil sich das nie und nimmer rechnen könnte, so Tillmetz. Manche Autohersteller wollen das Dilemma lösen, indem sie einfach viele solcher Autos produzieren, aber auch die Politik sollte hier mit Subventionen ihren Teil beitragen, erklärte er.

Dass die Brennstoffzellen Ende der 90er Jahre in den Himmel gelobt wurden und dann doch nicht so schnell den Markt eroberten, sei nicht nur negativ zu bewerten, meinten Matthias Weber und Björn Budde vom Foresight & Policy Development Department am Austrian Institute of Technology (AIT). Solch ein Hype könne auch Mobilisierungsfunktion haben und die Rahmenbedingungen für eine neue Technologie verbessern. "Bei der Brennstoffzellen-Technik und den damit verbundenen fundamentalen Veränderungen in der Technik, Infrastruktur und für die Benutzer hätte man sich allerdings besser von Anfang an darauf einstellen sollen, dass ein langer Atem notwendig wird", erklärte Weber.

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