Wahre Werte beim Spritverbrauch

Wahre Werte beim Spritverbrauch

Die Angaben der Autohersteller über den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch ihrer Modelle sind mittlerweile selbst nach Ansicht führender Vertreter der europäischen Autoindustrie zu weit von der Realität entfernt.

In einem Strategiepapier der Cars-21-Gruppe, deren Vorsitzender Fiat-Chef Sergio Marchionne ist, wird nun ein neues Prüfverfahren zur Messung des Spritverbrauchs und der Emissionen gefordert. Europas Autoindustrie soll dadurch wettbewerbsfähiger werden.

Tatsächlich entsprechen die Prüfverfahren der EU nicht dem üblichen Fahrverhalten. Denn bei der Verbrauchsbestimmung laufen die Autos 20 Minuten nur auf einem Rollenprüfstand, davon zwei Drittel der Zeit mit höchstens 50 km/h. Tempo 120 wird nur kurz erreicht. Steigungen und Vollgasfahren fehlen völlig. Das Magazin "Auto Bild“ hat nun einen eigenen Test entwickelt, bei dem 40 Kilometer im Stadtverkehr gefahren wird, 61 Kilometer über Landstraßen und 54 Kilometer im hohen Tempo über die Autobahn. Das Ergebnis: Bei Spritsparmodellen ist die Kluft zwischen Herstellerangaben und Realität besonders groß. Der Peugeot 3008 Hybrid4 braucht laut "Auto Bild“ 6,5 Liter auf 100 Kilometer - mehr als 60 Prozent über den angegebenen vier Litern. Der VW Golf 1,4 TSI frisst laut EU-Test 6,3 Liter. "Auto Bild“ kam auf 8,2 Liter.

VW-Markenvorstand Herbert Diess stellt die Organisation des Herstellers neu auf die Beine.

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