Vollfusion im Blick: Fiat erhöht Chrysler-Beteiligung

Vollfusion im Blick: Fiat erhöht Chrysler-Beteiligung

Der italienische Autokonzern Fiat wird seine Beteiligung am drittgrößten US-Hersteller Chrysler auf 61,8 Prozent erhöhen.

Eine entsprechende Option zum Kauf von weiteren 3,3 Prozent aus dem Besitz eines gewerkschaftlichen Gesundheitsfonds werde in den kommenden Wochen ausgeübt, teilte Fiat am Dienstag in Turin mit. Dem vollständigen Zusammenschluss mit Chrysler sind die Italiener damit einen Schritt näher gekommen.

Fiat legte in der Mitteilung keinen genauen Kaufpreis offen. In einem Gespräch mit Bloomberg News hatte der Fiat-CEO Sergio Marchionne im Juni einen Betrag von “weniger als 200 Mill. Euro” für diesen zusätzlichen Chrysler-Anteil genannt. Marchionne strebt eine komplette Fusion beider Konzerne an und will so ein selbst gestecktes Umsatzziel von mehr als 100 Mrd. Euro bis zum Jahr 2014 erreichen. Dabei sollen die Gewinne von Chrysler das Ende der Verluste von Fiat in Europa ermöglichen. Im ersten Quartal wäre Fiat ohne den Gewinnbeitrag von Chrysler in die roten Zahlen zurückgefallen.

Aktien von Fiat stiegen an der Börse in Mailand auf mehr als vier Euro und gewannen zuletzt 1,9 Prozent. Seit Jahresbeginn ergab sich damit ein Kursplus von 13 Prozent. Fiat kommt auf diesem Niveau auf eine Marktkapitalisierung von etwa fünf Mrd. Euro.

Fiat will gemäß dem Gespräch mit Marchionne die Komplettübernahme noch nicht im laufenden Jahr vollziehen. Gespräche über die bei dem Gesundheitsfonds namens VEBA verbliebenen 38,2 Prozent würden derzeit nicht geführt, sagte Marchionne im Juni. Es sei aber im Interesse von VEBA mit Fiat zu verhandeln. Der Konzern verfügt über die Option zum Kauf dieses Anteils zum Preis von 4,25 Mrd. Dollar zuzüglich eines jährlichen Zinses von neun Prozent berechnet seit dem Januar 2010.

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