Verhalten an der Ampel: Am liebsten beobachten die Österreicher die anderen

Vor einem Jahrhundert, am 5. August 1914, wurde die erste elektrische Verkehrsampel der Welt in den USA aufgestellt. Anlässlich dieses Jubiläums hat AutoScout24 515 österreichische Autofahrer zum Thema Ampel befragt. Die Studie zeigt: 88 Prozent der Österreicher haben etwas an ihr auszusetzen, ein Fünftel empfindet rote Ampelphasen einfach nur als nervig obwohl viele Autofahrer die Rotphasen durchaus produktiv zu nutzen wissen. Fußgänger und Radfahrer wiederum missachten im Schnitt wesentlich öfter die Ampelsignale. Der Wunsch: Die Ampeln der Zukunft sollen intelligenter werden und flexibel auf den Verkehr reagieren können.

Verhalten an der Ampel: Am liebsten beobachten die Österreicher die anderen

Vor hundert Jahren wurde das erste elektrische Exemplar in den USA aufgestellt. Obwohl die Ampel ein fixer Bestandteil des Straßenverkehrs ist, empfinden viele Autofahrer sie als nervig.

47 Prozent geben offen zu, nicht immer stehen zu bleiben

Die Umfrage von AutoScout24 zeigt, an rot-gelb-grün scheiden sich die Geister. Knapp Dreiviertel der Autofahrer (72 Prozent) akzeptieren die Rotphasen als notwendigen Bestandteil des geregelten Verkehrs und nicht ganz jeder Zehnte (8 Prozent) meint sogar, dass ihm die kleinen Pausen gut tun. Ein Fünftel allerdings findet die Wartezeit an der roten Ampel einfach nur nervig und zeitraubend. Trotzdem leisten die Autofahrer dem Rotlicht in der Regel folge und bleiben stehen – auch wenn jeder Zehnte angibt, bereits einmal aus Versehen bei Rot gefahren zu sein.

Fußgänger und Radfahrer nehmens locker

Wechseln die Autofahrer jedoch in die Rolle des Fußgängers oder des Radfahrer sieht die Sachlage schon anders aus: Knapp ein Drittel (30%) gibt an, manchmal bei Rot über die Straße zu gehen, wenn die Kreuzung gut überschaubar ist. Ein Viertel der Befragten ignoriert als Fußgänger schon einmal das rote Signal, wenn keine Kinder in der Nähe sind. Vorsichtiger sind die Befragten, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Dann fährt nicht einmal jeder Zehnte bei Rot (9 Prozent) – unter der Prämisse, dass freie Fahrt besteht. Immerhin mehr als die Hälfte der Befragten (53%) gibt an, bei Rot immer stehen zu bleiben, egal ob in der Rolle des Autofahrers, des Fußgängers oder des Radfahrers.

Die liebste Beschäftigung an der Kreuzung: andere beobachten

Beim Warten auf Grün ist das Beobachten die Lieblingsbeschäftigung der Österreicher. Sowohl andere Verkehrsteilnehmer als auch die Umgebung werden von beinahe jedem Zweiten unter die Lupe genommen. Etwa ein Drittel (30 Prozent) entspannt gerne beim Warten, jeder Sechste (16 Prozent) sieht sich tolle, ebenfalls wartende Autos an. Die aktiveren Autofahrer lassen keine Minute ungenutzt und verbringen die Zeit mit dem Wechsel des Radioprogramms oder der CD (16 Prozent), widmen die Zeit dem Beifahrer (15 Prozent), tippen schnell eine SMS (15 Prozent) oder essen und trinken eine Kleinigkeit (15 Prozent). Für 12 Prozent bieten die Rotphasen zudem eine gute Gelegenheit, einen prüfenden Blick aufs Navi zu werfen.

Man(n) flucht auch gern beim Warten

Immerhin jeder zehnte Österreichische Autofahrer ist weniger geduldig und verbringt die Zeit damit, über die rote Ampel zu fluchen.

Kritik: Zu kurze Grünphasen und Rot trotz freier Straße

Nur jeder achte österreichische Autofahrer (12 Prozent) gibt an, mit den Ampeln weitgehend zufrieden zu sein. Die Kritiker bemängeln, dass zu kurze Grünphasen regelmäßig Staus verursachen (52 Prozent) oder Ampeln auf Rot schalten, obwohl der Weg frei wäre (42 Prozent). Auch ist etwa ein Drittel (32 Prozent) der Meinung, dass viele Ampeln überflüssig sind. Rote Wellen empfinden 34 Prozent als besonders nervig. Mehr als ein Drittel der Ampelkritiker würde daher mehr Kreisverkehre bevorzugen.

Ampeln sollen intelligenter werden

Die große Mehrheit der Autofahrer findet, Ampeln sollten künftig intelligenter werden und mehr können. 70 Prozent wünschen sich Verkehrslichter, die das aktuelle Verkehrsaufkommen erfassen und ihre Rot- oder Grünphasen danach ausrichten. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) fände Ampeln gut, die die verbleibende Zeit der Rot- oder Grünphase anzeigen, wie in anderen Ländern bereits üblich. 44 Prozent würden es zudem begrüßen, wenn die Ampeln ihre Energie selbst erzeugen, etwa mithilfe von Solarzellen. Die Ampel als Informant steht ebenfalls auf der Wunschliste: Ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) wünscht sich Informationen über Unfälle oder Baustellen in der Nähe, 16 Prozent sehen die Rolle der Ampel in Zukunft auch darin, Verkehrsinformationen ans Autocockpit zu senden.

Innofact befragte vom 18. bis 21. Juli 2014 im Auftrag von AutoScout24 515 österreichische Autofahrer ´(ausgewogenes Geschlechterverhältnis) zwischen 18 bis 65 Jahre.

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