Range Rover Evoque – Ein Jahr im Selbstversuch

Range Rover Evoque – Ein Jahr im Selbstversuch

Der Range Rover Evoque ist im Vergleich zu anderen Kompakt-SUVs mit 4,36 Metern ein recht kurzes, aber dafür enorm breites Auto. Die zwei Meter Breite lassen ihn frontal betrachtet besonders mächtig erscheinen.

Herzerwärmend? Wollen Sie mich beleidigen? Die Rührung, die darin mitschwingt, die Weichheit und das Verständnis sind zum Fürchten. Wo würden wir damit bleiben in diesem Auslesezirkus? Den gewinnt doch nur, wer hart ist, berechnend und unangreifbar.

Charmant, herzerwärmend, anmutig: Das sind aber die Worte, die einem im Evoque auf der Straße zugeworfen werden. Die Leute meinen dabei nicht den Fahrer. Sie meinen das Auto, und das Auto ist ein SUV. Der Range Rover Evoque gehört ganz unzweifelhaft in die Riege dieser modernen schweren Streitwagen, die Rang und Stand und Vermögen repräsentieren mit ihrer Größe und den unfass­baren Möglichkeiten an Technik und alltagserleichternden Komfortgaben. Aber er ist so anders in seiner Extra­vaganz. Man wird gemocht im Evoque, von Autoauskennern genauso wie von Leuten, die einen ­Hyundai nicht von einem ­Dacia unterscheiden können. Und seltsamerweise stößt sich auch keiner groß daran, dass man für einen Evoque wie unseren an die 60.000 Euro ausgeben müsste. Neidlose Anerkennung, dass es so etwas noch gibt.

Selbst freut man sich natürlich auch. Am meisten und jeden Tag. Das Aussehen eines Autos ist immer noch eines der stärksten Kaufargumente, und man ist durchaus bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen, wenn bei jedem Ein- und Aussteigen dafür dieses satte Gefühl der Freude und Zufriedenheit aufsteigt. Ja, auch der Evoque hat einen kleinen Nachteil. Die Sicht nach hinten ist lausig. Die sich zum Heck hin tolldreist verjüngende Fensterfront, die ihn so besonders auffällig macht, und das hohe Heck, das oben auch noch von diesem kessen Dachspoiler bekränzt wird – der Blick ist jedenfalls beträchtlich eingeengt. Es ist, als würde man durch die Schießscharten einer Wehrburg schauen. Aber das macht nichts. Gar nichts.

Man muss sich eben zu helfen wissen. Durch dieses enorm kluge ­Kamerasystem etwa, das jeden Zentimeter vor, hinter und ­neben den Rädern ausleuchtet und per Touchscreen-Zoom als Close-up in den Innenraum holt. Auch Rückfahr-­Kamera und akustische Einparkhilfen sind nützliche ­Assistenten. Gewiss, das kostet insgesamt über 5.000 Euro, aber cool und kleinlich verträgt sich nicht, und außerdem sind da auch ein HD-Naviga­tionssystem und eine elektrische Heckklappe dabei.

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