Porsche: „Stehen vor größter Produktoffensive aller Zeiten“

Der neue Cayman

Die zweite Generation des Cayman bollert mit noch mehr Leistung als bisher durch die Gegend. Mit 275 PS entwickelt der Sechszylindermotor zehn PS mehr als im Boxster. Der Cayman S verfügt mit 325 PS über zehn zusätzliche Pferdestärken.

Porsche Panamera im neuen Design

Porsche hat den Luxusliner umfassend überarbeitet. Mit dem neuen Panamera müssen sich die Kunden auch auf Downsizing einstellen. Der 400 PS starke V8-Sauger ist Geschichte. Ihn ersetzt ein Biturbo-V6-Motor mit 420 PS und 520 Nm Drehmoment, der bis zu 18 Prozent weniger verbrauchen soll. Erstmals gibt es auch einen Plug-in-Hybrid.

Porsche ist seit der Mitte der 90iger Jahre auf der Erfolgsschiene. Der deutsche Sportwagenhersteller hat in den vergangenen zwei Jahren die Produktion um 84 Prozent gesteigert.

„Wir haben uns damals entschieden den Cayenne zu bauen. Das war die mutigste Entscheidung in der Geschichte des Unternehmens, da man zu den maximal 2+2-sitzigen Fahrzeugen erstmals ein fünfsitziges Auto auf den Markt gebracht hat“, erklärt Bernhard Maier, Marketing- und Vertriebsvorstand bei Porsche in einem Gespräch mit Branchendienst Autoinformation. Als einer der Gründe für den Cayenne sprechen laut Maier: „In jedem Cayenne steckt nicht zuletzt auch ein Stück 911er“.

Macan als größter Hoffungsträger

Jetzt hoffen die Zuffenhausener mit einer Reihe neuer Modelle und Facelifts auf den nächsten Wachstumsschub. In den nächsten zehn Monaten kommen vier überarbeitete Baureihen auf den Markt. Maier: Wir befinden uns derzeit in der größten Produktoffensive aller Zeiten, da nach dem 911 nun auch der Cayman voll angelaufen ist und wir neben dem 918 auch am Macan arbeiten."

Bereits im Frühjahr nächsten Jahres stößt der Hersteller mit dem Macan in ein für die Sportwagenschmiede komplett neues Marktsegmentes bevor. In den ersten SUV von Porsche in der B-Klasse setzt der Hersteller denn besonders große Hoffnungen. „Dieses Segment wächst derzeit am stärksten. Gerade für Österreich, wo diese Modelle stark gefragt sind, wird der Macan sehr interessant sein“, glaubt Maier.

Bedenken der Macan könnte dem Audi Q3, der wie Porsche im VW-Konzern gebaut wird, zu ähnlich werden, teilt der Vertriebsmanager nicht. „Natürlich nutzen wir Komponenten, was betriebtswirtschaftlich auch sinnvoll ist, aber wer die beiden Autos neben einander sehen wird, wird sofort den Unterschied feststellen.“

Neuer Rennwagen mit Straßenzulassung

Auch drei weitere Modelle, für noch 2013 die Einführung vorgesehen sind, sollen das Wachstum vorantreiben: Ab Sommer wird der neue 911 GT3 aus den Schauräumen blinken. Im Grund ein Rennwagen mit Straßenzulassung. Das Datenblatt lässt daran keinen Zweifel: 435 PS, 8500 Touren Höchstdrehzahl und eine kurze Übersetzung in allen Gängen.

Neuer Panamera mit neun verschiedenen Motorisierungen, davon einer als Plug-in-Hybrid

Im Juli wird es für alle Liebhaber des Porsche Panamera heiß. Das Facelift steht mit insgesamt neun Motorisierungen bereit für Aufsehen erregende Ausfahrten. Am vielbeachtetsten wird der Porsche Panamera Plug-In-Hybrid, das erste dieser Art, sein. Das exklusive Schlachtschiff mit insgesamt 416 PS wird eine Strecke bis zu 36 Kilometer nur mit Elektroantrieb zurücklegen können. Um nicht nur mit Benzin oder Diesel unterwegs zu sein, muss man das Auto an eine Steckdose anschließen. Laut Hersteller brauchte das Zwittermodell auf einer 1.200 Kilometer langen Testfahrt 4,4 Liter pro 100 Kilometer. Den Hybrid soll es ab 112.900 Euro geben. Als nächste Baureihe mit Plug-In-Technologie ist der Cayenne geplant. Den wird es allerdings erst nächstes Jahr geben.

Zwei Spitzenmodelle der Elfer-Baureihe ab Oktober am Markt

Der 911 Turbo und der 911 Turbo S folgen im Oktober. Mit den neuen Turbo-Modellen präsentiert Porsche die technologische und fahrdynamische Spitze der Elfer-Baureihe. Die beiden neuen Topmodelle machen ihre Performance auch optisch deutlicher denn je: Die charakteristischen, weit ausladenden hinteren Kotflügel sind bei der neuen 911-Turbo-Generation nochmals um 28 mm breiter als bei den 911 Carrera 4-Modellen. Erhältlich ist der neue Porsche 911 Turbo ab Ende September, ab 190.990 Euro. Der 911 Turbo S kommt auf 228.690 Euro.

5.000 neue Mitarbeiter um steigende Produktion zu bewältigen

Die Gefahr, dass durch die stark steigende Produktion die Qualität leidet, sieht Porsche-Vertriebsvorstand Maier nicht. „Wir haben aufgrund der steigenden Nachfrage seit 2010 bereits rund 5.000 Mitarbeiter eingestellt.“ Seither ist der Sportwagenhersteller um 84 Prozent gewachsen. Maier gesteht jedoch ein: „Ewig können wir das Wachstum nicht fortschreiben.“

75 Prozent aller je produzierten Porsche noch auf den Straßen

Weltweit gibt es derzeit insgesamt 1,4 Millionen Stück, die von Porsche Werkstätten und den Oldtimer-Abteilungen betreut werden. Damit sind weltweit 75 Prozent aller je gebauten Porsche nach wie vor auf den Straßen unterwegs.

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