Porsche Macan: Der schärfste Kompaktwagen des Jahres

Porsche Macan: Der schärfste Kompaktwagen des Jahres

Der neue Kompakt-SUV Porsche Macan hatte heute Mittwoch den 20. November 2013 auf der Autoshow in Los Angeles Weltpremiere. Der Macan ist eine Mischung aus Porsche 918, 911 und dem Audi Q5, fegt mit bis zu 400 PS durch die Lande. In der schwächsten Ausführungen ist man in 6,1 Sekunden auf Tempo 100. Der Turbo schafft es in 4,6 Sekunden. Bis zu 400 PS stehen zur Auswahl.

Porsche tritt in ein neues Zeitalter ein. Die Luxussportwagen-Schmiede bietet erstmals einen Wagen in der Kompaktklasse an. Der Porsche Cayenne bekommt damit einen kleinen Bruder: Den Macan. Der soll die Stückzahlen, wie schon der Cayenne, weiter in die Höhe treiben und auf den anhaltenden SUV-Boom aufspringen. Doch die Angst, dass sich nun Krethi und Plethi einen Miniatur-SUV aus dem Hause Porsche leisten können, dürfte unbegründet sein. Der Einstiegspreis für das schwächste Modell beträgt 64.960 Euro. Der kleine SUV mit dem großen Preis feiert seine Weltpremiere diese Woche zeitgleich auf den Messen in Tokio und Los Angeles.

Alle drei Modelle sind mit 6-Zylinder ausgestattet

Insgesamt gibt es drei Modelle. Den Macan S Diesel, die Benzinervariante und den Turbo. Drei Motoren stehen zur Auswahl, allen gemeinsam ist ein sechs Zylindermotor und drei Liter Hubraum. Der Macan S ist mit einem 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor mit 340 PS (250 kW) ausgestattet und verfügt wie alle Macan über einen aktiven Allradantrieb mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung. Die 7-Gang Porsche-Doppelkupplung überträgt die Leistung bedarfsgerecht und nahezu ohne Zug-kraftunterbrechung. Dies ermöglicht eine Beschleunigung von 0 bis 100 km/h in 5,4 Sekunden (bzw. 5,2 Sekunden mit dem optionalen Sport Chrono-Paket). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 254 km/h, der Normverbrauch liegt bei 9,0 bis 8,7 l/100 km, was einem CO2-Ausstoß von 212 bis 204 g/km entspricht. Der Macan ist das Ebenbild vom Cayenne, nur optisch geschrumpft. Auch innen sieht´s aus wie beim großen Bruder. So etwa die riesige, steile Mittelkonsole. Das Lenkrad stammt vom Porsche 918 und wie im Elfer gibt es für jeden Amateurrennfahrer ein wichtiges Gadget, eine Stoppuhr am Armaturenbrett. Auch andere kleine Designelemente stammen von Porsche. Auch die Cockpit-Instrumente sind Porsche-typisch. Das rechte Rundinstrument enthält ein 4,8-Zoll-Farbdisplay. Es zeigt neben den wichtigsten Bordcomputerfunktionen beispielsweise auch die Kartendarstellung des optionalen Porsche Communication Management mit Navigationsmodul.

Doch man sollte sich nicht zu sehr vom Äußeren täuschen lassen. Die Basis für das Fahrgerüst bildet der Audi Q5 und nicht der Cayenne oder ein anderer Porsche.

Drei Fahrwerksvarianten

Drei Fahrwerksvarianten gibt es für den Macan. Die erste ist eine Kombination aus Stahl- und Leichtbau aus Aluminium über Achs- und Fahrwerksteile. Die zweite Fahrwerksvariante ist die Kombination der Stahlfederung mit einem von Porsche entwickelten elektronisch gesteuerte Stoßdämpferverstellsystem. Das ist Standard im Topmodell Macan Turbo. Für Macan S und Macan S Diesel kann PASM als Option gewählt werden. Die Stahlfederung zusammen mit PASM soll den Langstreckenkomfort, Performance und Agilität erhöhen. Außerdem bietet es auf Knopfdruck eine große Spreizung der Fahrwerksdämpfung über die drei PASM-Programme “Komfort”, “Sport” und “Sport Plus”.

Das Stoßdämpferverstellsystem soll neben dem Fahrspaß, die Fahrsicherheit und den Komfort. Es regelt aktiv und kontinuierlich die Dämpfung an Vorder- und Hinterachse. Bei sehr dynamischer Fahrweise mit starken Beschleunigungs- und Bremsphasen oder im Gelände neigt ein Fahrzeug normalerweise zu merklichen Karosseriebewegungen. Hier greift das System ein und reduziert diese. Der Fahrer kann entsprechend seiner Anforderungen und Wünsche zwischen drei Programmen wählen: “Komfort”, “Sport” und “Sport Plus”.

Einzigartige Porsche-Luftfederung

Als dritte Fahrwerksvariante und exklusiv in diesem Fahrzeugsegment steht für den Porsche Macan optional eine Luftfederung inklusive Niveauregulierung, Höhenverstellung und Stoßdämpfverstellsystem zur Verfügung.

Gegenüber der Stahlfederung liegt der Macan mit Luftfederung im Normalniveau um 15 Millimeter tiefer und bietet aufgrund der damit verbundenen noch niedrigeren Schwerpunktlage eine gesteigerte Fahrdynamik bei gleichzeitig besserem Komfort. Die Luftfederung sorgt für eine konstante Fahrzeuglage unabhängig von der Beladung. Auf Wunsch kann die Bodenfreiheit in drei Stufen variiert werden: Geländeniveau, Normalniveau und Tiefniveau. Im Geländeniveau liegt das Fahrzeug 40 Millimeter über Normalniveau, bei einer maximalen Boden-freiheit von 230 Millimeter. Die Aktivierung erfolgt über die Offroad-Taste und ist zwischen 0 und 80 km/h möglich.

So schaffen Sie es rechtzeitig zu bremsen

Die Bremsen des Porsche Macan dürften besonders giftig sein. Im SUV kommen vorn 6-Kolben-Festsattelbremsen in Aluminium-Monobloc-Bauweise zum Einsatz. Diese greifen beim Macan S und Macan S Diesel an Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 350 Millimeter, beim Turbo mit einem Durchmesser von 360 Millimeter. Hinten sorgen für die Verzögerung in allen Modellen Kombi-Faustsattel-Bremsen mit integrierter elektrischer Parkbremse. Die hinteren Bremsscheiben haben einen Durchmesser von 330 Millimeter beim Macan S und Macan S Diesel und 356 Millimeter beim Turbo. Die elektrische Parkbremse sorgt für mehr Komfort und Sicherheit beim Abstellen des Fahrzeugs. Beim Anfahren löst sie sich automatisch. Eine weitere Premiere ist die Hold-Funktion. Sie wird über das Nachdrücken des Bremspedals aktiviert.

Reifen mit unterschiedlichen Dimensionen auf Vorder- und Hinterachse

Sportwagentypisch ist die Bereifung des Macan: Sie ist als Mischbereifung mit unterschiedlichen Dimensionen an Vorder- und Hinterachse ausgelegt. Das unterstreicht die Sportwagenoptik des Porsche Macan und bietet zudem funktionale Vorteile. Die breiteren Reifen auf der Hinterachse steigern im Zusammenspiel mit dem heckbetont ausgelegten Allradantrieb die Traktion und erhö-hen die Fahrstabilität. Die schmaleren Vorderreifen tragen zur sportlich präziseren Lenkung und damit zur Agilität des Fahrzeugs bei. In der Summe trägt die Mischbereifung zur hohen Fahrperformance des Macan bei. Serienausstattung beim Macan S und Macan S Diesel sind Reifen der Dimension 235/60 R 18 vorn und 255/55 R 18 hinten. Der Macan Turbo erhält vorn Reifen der Dimension 235/55 R 19 und hinten 255/50 R 19. Das Angebot reicht bis hin zu 21 Zoll, erhältlich für alle Macan Modelle.

Erstmals elektromechanische Servolenkung bei Porsche SUV

Die elektromechanische Servolenkung – erstmals in einem Porsche-SUV zu finden – ermöglicht ein präzises und direkteres Dirigieren des Macan mit Porsche-typischer Rück-meldung. Verknüpft sind Verbrauchsvorteile: Da das System nur beim Lenken Energie benötigt, spart das elektromechanische System im Vergleich zur konventionellen hydraulischen Lenkung.

Typisch Porsche sind auf jedenfalls die Preise.
Macan S Diesel: ab 64.960 Euro
Macan S: ab 69.850 Euro
Macan Turbo: ab 94.690 Euro

Der Macan steht in Österreich ab dem 05. April 2014 bei den Händlern.

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