Österreich: Transportwirtschaft bleibt optimistisch

Die österreichischen Transportwirtschaft gibt sich trotz rückläufigem Geschäft und einbrechenden Investitionen in neue Nutzfahrzeuge optimistisch und rechnet für die kommenden Monate mit einer stabilen Entwicklung und Preissteigerungen, geht aus einer Unternehmerbefragung der Wirtschaftskammer (WKÖ) hervor. Nur die Erwartungen für die Beschäftigung entwickeln sich lauf der Unternehmerbefragung leicht negativ.

Österreich: Transportwirtschaft bleibt optimistisch

Faktisch sinkt seit spätestens Mai aber die Investitionsbereitschaft der Frächter massiv: Die Zahl der neu registrierten Lkw und Sattelfahrzeuge über 3,5 Tonnen (in der auch die Anschaffungen der Industrie enthalten sind) ist im August 2012 um 20,3 Prozent zurückgegangen.

Die letztverfügbaren Zahlen der Statistik Austria zum Transportvolumen zeigen einen deutlichen, aber noch nicht dramatischen Trend nach unten. Im 1. Quartal 2012 ging im Vergleich zum Vorjahresquartal das Transportvolumen auf der Straße um etwa 9,3, jenes auf der Schiene um fünf Prozent zurück (Vergleich Vorjahresquartal). Mit 62,68 Mio. Tonnen, die im 1. Vierteljahr auf der Straße transportiert wurden, ist die Transportleistung hier aber nur mehr 3 Prozent von Tiefpunkt des ersten Vierteljahres 2009 (60,60 Mio. Tonnen) entfernt.

In der vierteljährlichen Umfrage der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich halten sich die Erwartungen für Nachfrage und Geschäftslage aber im neutralen Bereich, der Auftragsbestand wird als stabil eingeschätzt und eine knappe Mehrheit der 115 befragten Unternehmen geht nach wie vor Preiserhöhungen aus. Für die nächsten drei Monate sehen etwas mehr Unternehmen aber eine Verringerung ihres Mitarbeiterstandes. Bereits von 2010 auf 2011 wurden die Kapazitäten um etwa 0,5 Prozent gekürzt.

Mehr Sorgen als die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt bereitet Spartenobmann Alexander Klacska "dass sich in den nächsten Jahren der Facharbeitermangel deutlich abzeichnen wird", wie der WKÖ-Funktionär bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte. Derzeit beklagen nur neun Prozent der Betriebe eine Beeinträchtigung ihrer Geschäftstätigkeit durch einen Mangel an Arbeitskräften.

Geringere Dieselsteuer gefordert

Klacska forderte erneut einen niedrigeren Steuersatz auf den Diesel gewerbetreibender Unternehmen. Über eine "variablen Mineralölsteuerrückvergütung" käme eine solche Zurückzahlung nur zum Tragen, wenn der Dieselpreis eine vorher definierte Förderschwelle überschreiten würde. "Dadurch hätten sowohl unsere Unternehmen, als auch das Finanzministerium höhere Planungssicherheit", erklärte Klacska, der diesen Vorschlag gar als "kostenneutral" für die Finanzministerin bezeichnete.

Im Unterschied zu einigen anderen europäischen Ländern wird in Österreich der für gewerbliche Zwecke verwendete Diesel nicht (mehr) subventioniert/steuerlich gestützt, die Umsatzsteuer können sich die Unternehmen aber über die Vorsteuer zurückholen.

Werner Sackl, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Garagen-, Tankstellen-und Servicestationsunternehmen beklagte den hohen Aufwand, den die Tankstellen speziell durch die Erfordernisse der Spritpreisdatenbank hätten. Die Datenbank läuft zwar 2013 aus, Sackl schließt aber - ebenso wie bei der Verordnung über den Spritpreiskorridor - eine Verlängerung der Regelungen in der einen oder anderen Form nicht aus. Die Tankstellen, die immer für den hohen Spritpreis verantwortlich gemacht würden, verdienten pro Liter nur 1 bis 2 Cent. Etwa die Hälfte des Abgabepreises gingen dagegen in die Steuern (Umsatzsteuer, MöSt), sagte Sackl.

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