Neuer Saab-Eigentümer will nur noch E-Autos bauen

Neuer Saab-Eigentümer will nur noch E-Autos bauen

Überraschende Kehrtwende bei Saab: Für den insolventen Autobauer hat sich nun doch ein Käufer gefunden. Eine chinesisch-schwedische Investorengruppe kauft die Traditionsfirma, die seit 64 Jahren Autos herstellt - darunter Klassiker wie den Saab 900.

Dies kündigte der Insolvenzverwalter am Mittwoch an. Genauere Informationen über den Käufer National Electric Vehicle Sweden (NEVS) sowie Details zum Kaufpreis oder eine Investitionssumme wurden nicht bekanntgegeben. Künftig soll Saab keine kraftstoffbetriebenen Wagen mehr herstellen: "Das Unternehmen wird einen neuen Betrieb in Trollhättan starten und sich auf die Entwicklung und Produktion von Elektroautos konzentrieren", teilte der Verwalter mit.

Medienberichten zufolge ist der chinesische Geschäftsmann Kai Johan Jiang, der auch die schwedische Staatsangehörigkeit besitzt, Chef und Hauptanteilseigner von NEVS. Demnach stach die Gruppe ein Gebot des chinesischen Konzerns Zhejiang Youngman Lotus Automobile aus.

Nach monatelangem Überlebenskampf waren bei dem schwedischen Konzern, den Swedish Automobile im Januar 2010 gekauft hatte, zum Jahresende die Lichter ausgegangen. Eine anvisierte Rettung durch chinesische Geldgeber war - auch am Nein der Opel-Mutter General Motors, die noch Lizenzen für Saab-Technologie besitzt - gescheitert. GM fürchtete bei einem Einstieg der Geldgeber um seine eigenen Chancen auf dem boomenden chinesischen Markt.

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