Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos zieht kräftig an

Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos zieht kräftig an

Neue Modelle wie der Renault Fluence Z.E, der Volvo Plug-in Hybrid und der Toyota Prius Plug-in bringen den Markt nun richtig in Schwung. In Europa legte der Absatz im März 2013 um 26,4 Prozent. Höchster Zuwachs in Frankreich von 87,3 Prozent. In Österreich zieht der Markt nach Rückgängen jetzt an. Renault verzeichnet Rekordnachfrage.

In Europas Autoindustrie gab es im März 2013 auch einen Lichtblick. Der Absatz von Elektroautos stieg nach Angaben des Autoindustrienewsletters AID um 26,4 Prozent auf 3.004 Einheiten gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Franzosen mit 87 Prozent Wachstum

Das mit Abstand größte Wachstum verzeichneten die Franzosen. Dort kletterte die Nachfrage um 87,3 Prozent auf 1.350 Stück. Für den Schub nach vorne waren rund zur Hälfte die Elektroautos von Renault verantwortlich, die dort wie der Fluence Z.E seit März zugelassen sind. Französische Käufer erhalten für ein Elektroauto 7.000 Euro staatliche Prämie, für einen Hybrid immerhin 4.000 Euro.

In England wurden 70,6 Prozent mehr verkauft. Der Inselstaat fördert den Kauf von "grünen Autos" mit rund 5.700 Euro.

Schwedens Zuwachs bei Hybrid schlägt alles

In Schweden betrug das Plus mit gar 917,2 Prozent. Doch dort war der Absatz bisher minimal. Im März fanden nun 176 Einheiten einen Abnehmer. Für den in Prozenten gesehen hohen Zuwachs waren vor allem die Neueinführung des neuen Volvo V6 Plug-in Hybrid und des Toyota Prius Plug-in verantwortlich. Schweden unterstützt den Kauf eines Elektroautos mit 4700 Euro pro Fahrzeug.

In der Schweiz und in Dänemark betrug das Plus bei Elektroauto-Neuzulassungen 21 Prozent.

In Österreich war der stärkste Markteinbruch

Doch Europa ist bei Elektroautos zweigespalten. Denn auf der anderen Seite gab es auch kräftige Rückgänge in anderen Ländern, wie in Österreich. Hier mussten die Händler ein Minus von 81,2 Prozent hinnehmen. Das ist der stärkste Rückgang in allen EU-Staaten.
Dorit Haider, Sprecherin Renault Österreich: "Einer der Hauptgründe waren sich das Wetter. Bei Schnee kauft man sich kein Elektroauto". Eine einheitliche Förderungen von Elektro- und Hybridautos gibt es zudem in Österreich nicht. Jedes Bundesland hat seine eigenen Förderrichtlinien. Siehe auch http://www.e-connected.at/content/foerderungen . Für Unternehmen gibt es einheitlich 4000 EUR.

Marktstart des vierten E-Autos von Renault im Juni

Außerdem ist der Marktstart für das Elektroauto von Renault in Österreich, dem Z.O.E erst im Juni. Doch seit Jahresbeginn wurde jedoch bereits 124 Kaufabschlüsse für das neue E-Auto von Renault getätigt. 194 Kaufanträge sind bereits in der Pipeline. Diese scheinen in der Statistik allerdings noch nicht auf. Bei der "Green Expo"-Messe vor wenigen Tagen gab es einen regelrechten Ansturm auf die E-Autos. "Die Leute sind bei unserem Stand Schlange gestanden. Wir haben in diesen zwei Messetagen über 300 Testfahrten für unsere Elektroautos durchgeführt.", erzählt Haider.

In Belgien wurden im März um 70,3 Prozent weniger Autos verkauft als im März des Vorjahres. Am drittschlechtesten schnitt Irland, mit Minus 45 Prozent ab.

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