Das neue Mercedes C-Klasse Coupé: Der Sportler, der auch selber fährt

Das neue C-Klassen Coupé von Mercedes.

Das neue C-Klassen Coupé von Mercedes.

Mercedes erweitert seine C-Klasse um ein Coupé. Das Modell sieht nicht nur sportlicher aus, es hat auch zahlreiche technische Verbesserungen. Das Auto fährt teilweise selbst und bremst bei Unfallgefahr bei zu 200 km/h. Marktstart ist im Dezember 2015.

Beim Mercedes Coupé, die sportliche Variante der C-Klasse, haben die Ingenieure den Fahrspaß ordentlich getunt. Neuerungen wie ein dynamisches Fahrwerk, auf Wunsch mit Luftfederung, Neunstufenautomatik, Stereokamera sollen den Reiz und auch den Komfort beim Fahren erhöhen.

Fahrwerk reagiert rascher als bisher

Das Fahrwerk soll durch mehr Federungs- und Abrollkomfort agiler werden. Zum sportlichen Fahren tragen auch weniger Gewicht durch Leichtbau bei, verbesserte Aerodynamik und stärkere und zugleich effiziente Motoren. Als Folge gibt es mehr Grip und das Fahrwerk reagiert sensibler auf Lenkbewegungen und erlaubt eine sportlich-agile Fahrweise. An der Hinterachse sorgt ein 5-Lenker-Konzept für gute Radführungsqualitäten und guten Geradeauslauf.
Wem das nicht reicht, der kann das Coupé gegen Aufpreis mit der Luftfederung Airmatic an der Vorder- und Hinterachse ausgerüsten lassen. Ihre elektronisch geregelte, kontinuierliche Verstelldämpfung an Vorder- und Hinterachse sorgt für zusätzlichen Abrollkomfort und bietet dem Fahrer die Möglichkeit zu wählen,
wie er unterwegs sein möchte: sportlich, komfortabel oder verbrauchsoptimiert. Dazu kann er mittels DYNAMIC SELECT Schalter die Wahl zwischen fünf Fahr-
Charakteristiken treffen: „ECO“, „Comfort“, „Sport“, „Sport +“ und „Individual“. Mit der Einstellung „Individual“ lässt sich das Fahrzeug nach eigenen Vorlieben
konfigurieren. Überdies bietet die AIRMATIC eine Rundum-Niveauregulierung für Fahrkomfort auch bei beladenem Fahrzeug.
Überdies bietet die sogenannte Airmatic eine Niveauregulierung für Fahrkomfort auch bei beladenem Fahrzeug.

Leichter, steifer und fester

Leichtbau mit höherem Aluminium-Anteil trägt dazu bei, dass das Coupé leichter ist als sein Vorgänger. Unter anderem bestehen Kotflügel, Motorhaube und Heckdeckel aus Leichtmetall. Gleichzeitig legt die Karosserie durch Einsatz hochfester Werkstoffe in den Kriterien Steifigkeit und Festigkeit
zu. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Fahrdynamik, sondern senkt auch das Geräuschniveau und erhöht die Crashsicherheit.

Gut durch den Wind

Mercedes ist laut eigenen Angaben Taktgeber in der Disziplin Aerodynamik und bietet in fast allen Fahrzeugklassen die strömungsgünstigsten Autos mit den niedrigsten cW-Werten. Für das neue C-Klasse Coupé beträgt dieser 0,26. Dieser Top-Wert zahlt sich vor allem bei Landstraßen- und Autobahnfahrten aus, denn ab einer Geschwindigkeit von etwa 70 km/h ist der Luftwiderstand größer als andere Fahrwiderstände.

Motoren ab 156 PS und bis 245 PS

Das neue Coupé ist mit stärkeren und effizienteren Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren mit ECO Start-Stopp-Funktion erhältlich. Alle erfüllen die Euro-6-Abgasnorm. Gegenüber dem Vorgänger verbrauchen sie laut Hersteller bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff. Für das Coupé stehen zunächst vier Benzinmotoren zur Verfügung. Die Leistungsbandbreite reicht vom 1,6-Liter-Vierzylinder im C 180 mit 115 kW/156 PS über die Modelle mit zwei Liter Hubraum C 200 (135 kW/184 PS) und C 250 (155 kW/211 PS) bis zum C 300 mit ebenfalls zwei Liter Hubraum und 180 kW/245 PS. Die beiden Dieselmodelle sind mit einem weiter entwickelten Vierzylinder mit 125 kW (170 PS) oder 150 kW (204 PS) ausgerüstet und verfügen über die umweltfreundliche Abgasnachbehandlung.

Schön flach und lang

Das neue Coupé, das sich optisch stark an das S-Klassen Coupé anlehnt, wirkt schon vorne bulliger als bisher. Dazu wurde das Modell zwischen Diamantgrill und Motorhaube 60 Millimeter länger als sein Vorgänger, wodurch die Passagierkabine noch flacher wirkt. Der sportliche Charakter soll durch eine hohe Bordkante und rahmenlose Türen mit freistehenden Außenspiegeln wirken. Das Fahrwerk ist gegenüber der Limousine serienmäßig um 15 Millimeter tiefer gelegt. Ebenfalls serienmäßig: Die 17-Zoll-Bereifung ist ebenfalls serienmäßig.

In der Länge ist das C-Klasse Coupé bei einem um 80 Millimeter verlängerten Radstand um 95 Millimeter, in der Breite legt es um 40 Millimeter gewachsen. Das
vergrößerte Fahrzeugvolumen steigert vor allem den Raumkomfort für den Fahrer und den Beifahrer auf dem Vordersitz. Schulterraum, Ellenbogenfreiheit sowie
Kopfraum sind auf allen Plätzen größer.

So sportlich sieht das neue Mercedes C-Klassen Coupé.

Sportlich zerklüftete Seitenlinie

Die sogenannte Dropping-Line, die für Mercedes typische Seitenlinie, darf auch beim C-Coupé nicht fehlen. Seit Chefdesigner Gorden Wagener das Erscheinungsbild der Marke radikal verändert hat, ziert diese nahezu alle Mercedes-Modelle. Bei sportlichen Modellen wie dem AMG GT oder eben auch dem neuen Coupé ist diese stärker ausgeprägt als etwa bei Limousinen und erstreckt sich beim Coupé über das hintere Rad hinaus. Diese zerklüftete Linie soll interessante Licht- und Schatteneffekte hervorrufen und das sportliche Naturell zusätzlich unterstreichen.

Interieur: Alles fließt

Laut Mercedes ist der Innenraum hochwertiger gestaltet und setzt laut eigenen Angaben neue Maßstäbe im Segment. Das Interieur ist zwar an jenes der C-Klasse Limousine anlehnt, setzt aber neue, sportive Akzente. Die Mittelkonsole ist in fließender Form gestaltet, die Tür- und Fondseitenverkleidungen gehen ebenso übergangslos ineinander über. Die Zierteile wurden speziell für das Coupé entworfen. Ebenfalls speziell für das Coupé entwickelte: Integral-Sportsitze, die sportlich und doch komfortabel sein sollen. Automatischer Gurtbringer ist gerade bei den langen Türen eines Coupés bei einem Premiummodell natürlich dabei. Materialauswahl und Verarbeitung sollen für Manufakturcharakter sorgen. Für den neuen C-Klasse Coupés unterstreichen die speziellen Polster-Farb-Kombinationen sattelbraun, porzellan und, in der Edition 1, nussbraun/schwarz mit türkisfarbener Ziernaht.

Individuelle Akzente mit AMG-Styling setzen

Das Coupé bietet zwar bereits serienmäßig ein relativ hohes Ausstattungsniveau, aber wer das Ganze weiter aufzupeppen will, dem steht die exklusive Linie der Mercedes-Sportwagenschmiede AMG zur Wahl. Diese bietet unter anderem spezielle Stoßfänger und Schweller im AMG Styling, einen Diamantgrill mit Pins in Chrom sowie AMG 18-Zoll Leichtmetallräder. Beim Interieur gibt es eine spezielle Polsterung in der Ledernachbildung Artico/Mikrofaser Dinamica schwarz mit Kontrastziernähten, einem unten abgeflachten Multifunktions-Sportlenkrad und Sportpedalanlage.

Teilautonom sicher fahren, Stress reduzieren

An Bord eine Vielzahl von Sicherheits- und Assistenzsystemen.
Serienmäßig ist der Müdigkeitswarner mit einstellbarer Empfindlichkeit erhältlich.
Aufprall-Warner. Der Serienumfang beinhaltet eine akustische Warnung für den Fahrer ab 7 km/h kurz vor einem möglichen Aufprall und den adaptiven Bremsassistenten , der durch Bremskraftverstärkung hilft, Kollisionen zu vermeiden. Bei anhaltender Kollisionsgefahr und ausbleibender Fahrerreaktion kann das System bis zu Geschwindigkeiten von 200 km/h eine autonome Bremsung durchführen und so die Unfallschwere mit langsamer fahrenden oder anhaltenden Fahrzeugen verringern, im besten Fall die Kollision sogar ganz vermeiden. Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h bremst das System auch auf stehende Fahrzeuge und kann dadurch bis 40 km/h Auffahrunfälle vermeiden.
Neue Sensortechnologien wie Radarsensoren und Stereokamera fusionieren und erhöhen so sowohl den Komfort als auch die Sicherheit deutlich.
Abstandsregeltempomat kann sich der Geschwindigkeit des vorausfahrenden Autos anpassen. Das eigene Fahrzeug kann mit Tempomat von 0 bis 200 km/h bei Bedarf auf die langsamere Geschwindigkeit des Vorausfahrers einstellt werden.
Auto lenkt selbst wieder in die Spur und im Stau dem vorausfahrenden Auto folgen. Ebenfalls von 0 bis 200 km/h kann der Fahrer durch Lenkeingriffe in seiner Spurführungsaufgabe unterstützt werden und bei Geschwindigkeiten unter 130 km/h, z. B. im Stau oder Kolonnenverkehr, kann das System sogar bei fehlenden oder uneindeutigen Spurmarkierungen dem vorausfahrenden Fahrzeug in der Spur folgen und so ein sicheres, komfortables „Mitschwimmen“ ermöglichen.
Auto erkennt auch Querverkehr. Der Bremsassistent kann neben Vorausfahrzeugen und stehenden Fahrzeugen auch Querverkehr erkennen und eine zu schwache Fahrerbremsung bei Bedarf verstärken. Bremse erkennt Fußgänger und reagiert bei Bedarf. Die sogenannte Presafe Bremse kann sowohl langsamer fahrende, anhaltende und stehende Fahrzeuge als auch Fußgänger erkennen, bei ausbleibender Fahrerreaktion autonom bremsen und so Unfälle bis 50 km/h vermeiden und bis 72 km/h in ihrer Schwere mindern. Presafe Bremse reagiert im Fließverkehr bei bis zu 200 km/h. Im fließenden Verkehr unterstützt die Presafe Bremse mit analoger Funktionsweise im gesamten Geschwindigkeitsbereich von 7 bis 200 km/h.
Erweiterte Spurhalter reagiert auf schnelle Überholer oder unterbrochenen Linien . Der erweiterte aktive Spurhalte-Assistent kann neben durchgezogenen Linien jetzt auch bei unterbrochener Spurmarkierung und Kollisionsgefahr, z. B. durch schnelle Überholer, Parallelverkehr oder sogar Gegenverkehr, unbeabsichtigtes Spurverlassen durch Spurkorrektur über einseitiges Bremsen verhindern. Presafe Plus hilft bei drohende Heckkollisionen. Es warnt den nachfolgenden Verkehr durch Aktivierung der hinteren Warnblinkleuchten in erhöhter Frequenz, zudem werden unmittelbar vor dem Aufprall präventive Presafe Insassenschutzmaßnahmen wie die reversiblen Gurtstraffer aktiviert. Steht das eigene Fahrzeug still, wird es zur Reduzierung des Vorwärtsrucks festgebremst. Dadurch können die Belastungen der Insassen bei einem Aufprall reduziert werden.
Zur Vielzahl der Assistenzsysteme gehören überdies unter anderem auch ein Aktiver Park-Assistent, der teilautomatisiertes Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken ermöglicht, eine 360°-Kamera, die Fahrzeug und Fahrzeugumfeld aus unterschiedlichen Perspektiven inklusive virtueller Vogelperspektive zeigen und so beim Parken, Rangieren und Manövrieren unterstützen kann.

Verkehrszeichen-Assistent mit Falschfahr-Warnfunktion , der zusätzlich zu Geschwindigkeitsbegrenzungen auch Überholverbote und deren Aufhebung erkennt und bei entsprechender Beschilderung optisch und akustisch vor Einfahrverboten (Geisterfahrten) warnt.
Der adaptive Fernlicht-Assistent, der Dauerfernlicht durch gezieltes Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel ermöglicht.

Klimatisierung mit Satellitennavigation

Das neue C-Klasse Coupés nutzt die Satellitennavigation zur Tunnelerkennung. Bei der Einfahrt schließt es automatisch die
Umluftklappe und öffnet sie nach dem Verlassen des Tunnels wieder.

Stauerkenner interaktiv aufbereitet

Das Navigationssystem versorgt den Fahrer mit Verkehrsinformationen in Echtzeit (Live Traffic Information) und bereitet seine Inhalte interaktiv auf.
Es bietet unter anderem einen animierten Kompass, eine „Drive Show“ mit Informationen für die Passagiere wie im Flugzeug sowie die Anzeige von Google Maps auf der Headunit.

Optional ist das Luxussoundystem von Burmester an Bord erhältlich.

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