Mercedes will 1.000 Stellen streichen

Mercedes will 1.000 Stellen streichen

Mercedes plant bis 2015 in den Abteilungen Vertrieb, Personal und Finanz 1.000 Mitarbeiter einsparen. Das Ziel: Die Umsatzrendite um 40 Prozent auf zehn Prozent zu erhöhen.

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes hat in den nächsten Jahren viel vor. Bisher war das Ziel von Konzernboss Dieter Zetsche den Absatz bis 2020 zu verdoppeln. Jetzt hat Zetsche bereits die nächste Langfristig-Vorgabe ausgegeben: Ab 2015 soll eine Umsatzrendite von zehn Prozent vor Zinsen und Steuern erwirtschaftet werden. Derzeit liegt die Rendite mit 7,1 Prozent 40 Prozent unter den Vorstellungen von Zetsche. BMW, der absatzstärkste Premiumhersteller, schaffte in den ersten neun Monaten des Vorjahres bereits 10,9 Prozent. Der Umsatz pro Mitarbeiter liegt beim Erzrivalen bei 710.542 Euro im Jahr, bei Mercedes sind es fast um 100.000 Euro weniger.

Mercedes will jährlich zwei Milliarden Euro sparen

Der höhere Gewinn fordert allerdings Opfer. Laut Informationen des Manager Magazins sollen 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die neuen Einsparungsideen sind laut Zetsche Teil des bereits seit längerem angekündigen Sparprogramms "Fit for Leadership", das vorsieht bis 2015 jährlich zwei Milliarden Euro zu sparen.

Der rigide Sparkurs von Zetsche stößt in der Belegschaft auf wenig Gegenliebe. Das zeigte sich bereits bei der Vertragsverlängerung von des Konzernlenkers vor wenigen Wochen. Auf Druck der Gewerkschaft wurde sein Vertrag statt der üblichen fünf nur für drei Jahre verlängert. Zetsche lässt sich aber vom steigenden Ärger der Mitarbeiter nicht beirren und hält an seinem Sparkurs fest.

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