Leistungsranking: Daimler verdrängt BMW, Ford steigt auf, Hyundai stürzt ab

Doch wirklich interessant ist, welche Verschiebung es gegenüber der Automotive Performance Studie 2013 auf dem dritten und vierten Platz gab. Denn Daimler kann sich auf Rang 3 verbessern und schiebt so BMW auf Rang 4. Die Hauptgründe: Dynamisch steigende Absatz und eine Vielzahl von Innovationen. Die Leistung von VW ist zwar noch immer am höchsten, wie die jährlichen Studie von Automotive Management ergab, hat aber den niedrigsten Wert er vergangenen Jahre erreicht.

Leistungsranking: Daimler verdrängt BMW, Ford steigt auf, Hyundai stürzt ab

Das Ranking hat hohe Aussagekraft. Die Bewertung erfolgt auf Basis von elf Indikatoren und in den Bereichen „Finanzen“, „Markt“, „Innovationskraft“ verglichen und mittels des Automotive Performance Index (API) wird ein Ranking erstellt.

Finanzielle Performance des VW-Konzerns im Vergleich zu anderen Hochleistungsträgern der Branche deutlich schlechter

Insbesondere bei den zwei wichtigen Kriterien der finanziellen Performance schneiden Konzerne wie Toyota, BMW und Daimler deutlich
besser ab. Auch bei der Markt-Performance, die Weltmarktvolumen und Marktwachstum abbildet, können sich einige Wettbewerber deutlich verbessern.

Bestwerte erzielen die Wolfsburger nach wie vor bei der Innovationsstärke.

Toyota erreicht 65,5 Indexpunkte und ist damit Volkswagen wieder als härtester Wettbewerber dicht auf den Fersen. Die Japaner glänzen durch die beste Financial Performance und eine gute Market Performance.
Daimler klettert dank hoher Absatzdynamik und starker Innovationsperformance mit 64,0 Indexpunkten auf den dritten Platz und verdrängt damit BMW mit 53,9 Indexpunkten auf Rang 4.

Ford: Aufsteiger des Jahres

Auf Rang 5 schiebt sich Ford vor, der damit der stärkste Aufsteiger dieses Jahres ist (+3 Plätze). Ford kann sich, unter anderem dank gutem Marktwachstum in China, an General Motors und Hyundai vorbeischieben.

Innovationskraft und Absatz von Hyundai sinkt deutlich

Dagegen verliert der Hyundai-Kia Konzern deutlich an Dynamik und erreicht im Leistungsvergleich mit Rang 7 die schlechteste Platzierung der letzten Jahre (2011/12= Rang 4; 2012/13: Rang 5). Hierzu haben vor allem eine deutlich gesunkene Innovationsstärke und sowie eine schlechtere Arbeitsproduktivität der Südkoreaner beigetragen. Auch
kann Hyundai das hohe Absatzwachstum der letzten Jahre nicht halten und entwickelt sich nur mit dem Markt (+6%). Im ersten Halbjahr 2014 kann der Hyundai Konzern 3,94 Mio. Pkw (+4,4%) absetzen. Ford bildet zusammen mit GM, Hyundai, Honda und Subaru sowie Nissan und FiatChrysler die Gruppe der „Medium Performer“ der Branche.

FiatChrysler liegt im Leistungsranking am Boden

FiatChrysler, die derzeit eine niedrige finanzielle Performance und eine geringe Innovationskraft aufweisen, kann sich nur wegen der guten Marktentwicklung der amerikanischen Tochtergesellschaft knapp im
Feld der Medium Performer halten.

Große Kluft zwischen den Herstellern

Der Vergleich der Automobilhersteller zeigt die anhaltend starke Polarisierung zwischen den High und Low Performern. Letzteren gelingt es seit Jahren kaum ihre Position merklich zu verbessern.

Mitsubishi und Suzuki kommen nicht in die Gänge

Zu den Low Performern 2013/14 zählen die kleinen japanischen Konzerne Mitsubishi, Mazda und Suzuki sowie die französischen Hersteller
Renault und PSA. Die kleinen japanischen Hersteller weisen in allen drei Performance-Feldern im Vergleich zum Wettbewerb deutlich unterdurchschnittliche Leistungen auf. Renault und PSA heben sich bei einer
ähnlich niedrigen Finanz- und Marktstärke dagegen durch eine weit bessere Innovationskraft ab.

PeugeotCitroen sind die schwächsten

Peugeot und die Schwesternmarke Citroen bleiben in 2013/14 mit einem API-Wert von 7,3 Punkten aufgrund der im Wettbewerbsvergleich niedrigsten Market und Financial Performance auf dem letzten Platz. Bei PSA sind bereits umfangreiche Restrukturierungen eingeleitet. Inklusive der Kooperation mit dem chinesischen Partner Dongfeng, dem guten Absatzwachstum in China und der vergleichsweise guten Innovationskraft ergeben sich jedoch positive Perspektiven für das laufende Jahr.

Enormer Wettbewerb lässt nicht alle vom Wachstum gleichermaßen partizipieren

Der Performance-Ausblick der globalen Branche für das Jahr 2014 ist zwiespältig. Einerseits sind die Aussichten dank eines erwarteten guten globalen Pkw-Wachstums der Branche in 2014 um 5 Prozent auf etwa 76 Mio. Pkw gut. Andererseits profitieren die globalen Hersteller bei einer sehr hohen Wettbewerbsdynamik vom Wachstum nur sehr selektiv.
Dazu Studienleiter Stefan Bratzel: "Die Wettbewerbsintensität in der globalen Automobilindustrie bleibt enorm hoch und die schleichende Restrukturierung der Branche ist noch längst nicht abgeschlossen.
Von den grundsätzlich positiven globalen Marktaussichten profitieren die Hersteller entsprechend sehr unterschiedlich. Eine breite Marktpositionierung und eine intelligente Produktdiversifizierung
sowie eine hohe Innovationsstärke sind wichtige Erfolgsbedingungen der Branche."

VW-Markenvorstand Herbert Diess stellt die Organisation des Herstellers neu auf die Beine.

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