Knight Rider fast schon Realität

K.I.T.T., das selbstständig agierende Auto der US-Serie "Knight Rider“, ist bei Mercedes fast schon Realität.

Knight Rider fast schon Realität

Wie sich Mercedes die automobile Zukunft vorstellt, demonstriert Daimler-Boss Dieter Zetsche mit dem Forschungsfahrzeug F125! (Bild), dessen Markteinführung für das Jahr 2025 geplant ist. Das Auto fährt zu hundert Prozent emissionsfrei mit Brennstoffzelle und Lithium-Schwefel-Batterie. Der Wasserstoffverbundspeicher aus so genannten Metal Organic Frameworks - einem porösen und dennoch stabilen Material - kann wegen seiner extrem großen spezifischen Oberfläche enorme Mengen an Wasserstoff speichern. Dadurch werden Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern möglich.

Futuristisch geht’s auch im Cockpit zu. Der Fahrer schaut auf individuell programmierbare 3D-Instrumente, die mühelos via Stimme oder Handgeste gesteuert werden können. Die Unterhaltung mit dem eigenen Auto, wie im US-Serienhit "Knight Rider“, ist dadurch in greifbare Nähe gerückt. Und der Advanced Driving Assist übernimmt auf Wunsch einfachere Fahrmanöver wie Spurwechsel oder Überholvorgänge auf der Autobahn.

"Im Jahr 2050 werden die Fahrzeuge bei Bedarf auch autonom fahren können“, wagt Herbert Kohler, Leiter der "e-drive & Future Mobility“-Abteilung bei Daimler, einen Blick in die fernere Zukunft. "Das Auto wird dann gewissermaßen zum Chauffeur, indem es beispielsweise im Stau das Steuer übernimmt.“

Wie schnell sich das automatische Fahren verbreiten wird, hängt laut Kohler aber auch vom Ausbau der Infrastruktur ab. Intelligente, via Sensoren und Kameras gesteuerte Autos müssen nicht nur untereinander, sondern auch mit Ampeln und Verkehrsleitzentralen kommunizieren können. Darüber hinaus müssen haftungstechnische Fragen gelöst werden. Kohler: "Der Fahrer wird auch künftig selbst die Verantwortung tragen. Aber wie die Versicherungen künftig mit dem Thema ‚autonomes Fahren‘ umgehen werden, bleibt abzuwarten.“

Das Wichtigste wird jedoch sein, dass die Kunden die neue Technik auch annehmen. So hat Mercedes etwa bereits 1996 die Steuerung des Fahrzeugs per Joystick entwickelt. Doch die Kundenakzeptanz blieb aus. Auch das Anfang der achtziger Jahre vorgestellte NAFA, ein zweisitziges Stadtauto, aus dem sich später der Smart und die A-Klasse entwickelten, stieß zunächst auf mäßige Begeisterung.

Die eigentliche Herausforderung liegt darin, die richtigen Innovationen zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen. Und dafür beschäftigen die großen Automobilkonzerne eigene Zukunftsabteilungen, die industrielle Transformationsprozesse voraussehen, Brüche in der Entwicklung erahnen und erraten, was die Babys von heute als Erwachsene von morgen wollen.

So betreibt etwa BMW ein eigenes Institut für Mobilitätsforschung namens ifmo. Bei VW ist Wolfgang Müller-Pietralla (siehe Interview ) für die Erforschung der mobilen Zukunft verantwortlich. Dort werden Ideen gesammelt und Trendstudien ebenso ausgewertet wie Berichte des amerikanischen Geheimdiensts CIA - so lange, bis ein gemeinsames Kondensat erkennbar ist.

Das dominierende Thema der Zukunft, sagen Kohler und Müller-Pietralla übereinstimmend, wird die Nachhaltigkeit des Verkehrs sein. Autos werden im Jahr 2050 überwiegend elektrisch angetrieben, mit Brennstoffzellen und Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Das Laden der Autos wird vermutlich induktiv erfolgen, wie bei der elektrischen Zahnbürste. Und der Ladevorgang wird nur wenige Minuten dauern.

Ein zweites Schlüsselthema sind die Zeitbudgets der Menschen. Sie werden relativ emotionslos zwischen den jeweils günstigsten Verkehrsmitteln hin und her switchen, geleitet von Echtzeit-Infos via Smartphone-Applikationen. Und wenn sie mit dem Auto fahren, werden sie erwarten, dass sie dort ungehindert ihren Sprachkurs machen oder sich in Videokonferenzen einklinken können.

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