Japans Autobauer sind wieder die Nummer eins

Japans Autobauer sind wieder die Nummer eins

Während die Japanern die operative Marge (EBIT-Rendite) zu Jahresauftakt um 2,7 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent hochschraubten, fielen die deutschen Hersteller um gut zwei Punkte auf 5,9 Prozent zurück, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse von Finanzkennzahlen der Autokonzerne durch die Unternehmensberatung Ernst & Young hervorging. Der Toyota-Konzern verdrängte Volkswagen im ersten Quartal sogar beim Umsatz vom Spitzenplatz.

Den Erfolg der Japaner führt die Unternehmensberatung vor allem auf den schwachen Yen zurück, durch den der Export angekurbelt wird. Die japanischen Unternehmen hätten zudem ihre Effizienz erheblich gesteigert. Den Herstellern aus Nippon kommt auch zugute, dass sie in Europa weniger vertreten sind, wo die Schuldenkrise grassiert und kaum neue Autos verkauft werden. In den USA dagegen, wo die Pkw-Nachfrage brummt, sind Toyota, Nissan & Co stärker, während ihre deutschen Konkurrenten eher eine Nischenrolle spielen.

Noch profitabler als die Japaner waren koreanische Hersteller, die von Januar bis März eine operative Marge von 7,9 Prozent einfuhren. Die US-Hersteller zuckelten mit 3,7 Prozent Rendite hinterher.

Profitabelste Automarke weltweit blieb BMW mit 11,6 Prozent Marge, gefolgt von Hyundai (8,7 Prozent) und Toyota (8,6 Prozent). Volkswagen landete mit 5,0 Prozent im Mittelfeld - lag aber deutlich vor Daimler, bei dem von 100 Euro Umsatz lediglich 3,5 Euro operativer Gewinn übrigblieben.

Dauerkrise am Automarkt in Europa

Angesichts der massiven Krise in Westeuropa bläst den deutschen Automobilherstellern der Wind ins Gesicht: Ihr Gesamtumsatz sank im ersten Quartal um drei Prozent auf gut 90 Milliarden Euro, wie Ernst & Young errechnete. Im gleichen Zeitraum hätten sich die Erlöse der Japaner um sechs Prozent auf 111 Milliarden Euro gesteigert. Die US-Konkurrenz mit der Opel-Mutter General Motors an der Spitze kam auf 68 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Prozent.

Den deutschen Herstellern rieten die Unternehmensberater, die weltweite Präsenz weiter auszubauen. Um weiter ganz oben mitspielen zu können, müssten sie ihre Effizienz weiter steigern und noch stärker auf die Wachstumsmärkte in Übersee setzen, erklärte Peter Fuß, Partner von Ernst & Young.

VW-Markenvorstand Herbert Diess stellt die Organisation des Herstellers neu auf die Beine.

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