FORMAT-Testfahrt: Range Rover – Luxus auf allen Vieren

Generös gibt man anderen Verkehrsteilnehmern Vorrang, gewagte Überholmanöver überlässt man SUVs von BMW, Audi oder Porsche und selbst am Billa-Parkplatz strahlen Fahrer und Fahrzeug Würde aus. Immerhin pilotiert man den Urvater der Luxus-Geländewagen, wenn auch in seiner mittlerweile vierten Generation.

FORMAT-Testfahrt: Range Rover – Luxus auf allen Vieren

Und die kann alles noch besser: Leichter, sicherer, geländegängiger und leider auch teurer. Der Einstieg erfolgt mit 102.000 Euro nunmehr in der 6-Zylinder-Dieselversion. Wer standesgemäße 8-Zylinder sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Geboten werden in jedem Fall feinste Materialien, aufwändige Geländeprogramme und ein perfekter Auftritt vor Oper und Hochstand gleichermaßen. Der Lord unter den Kraxlern präsentiert sich modern, jedoch lässt er seinen Vorgänger nicht mit einem Schlag alt aussehen. Britische Traditionspflege gewissermaßen.

Auf der Straße zeigt sich der neue Range Rover trotz seiner enormen Größe und vor allem Breite erstaunlich wendig. Die Luftfederung glättet sämtliche Fugen und Bodenwellen – auch auf der Autobahn vermeint man selbst bei deutschen Autobahn-Tempi durch Schlagobers zu gleiten. Auf Schnee spielt der noble Wagen dann sein wahres Können aus. Per Drehrad hebt man den Rangie an und manövriert sicher durch fast hüfthohe Wächten. Perfekte Rundum-Sicht, die durch Kameras an allen Wagenseiten komplettiert wird, verhilft zu erstaunlichem Geschick beim Einparken oder in heiklen Situationen. An die Anhängerkupplung kann bei Bedarf herangezoomt werden.

Innen herrscht die Atmosphäre eines Wohnzimmers, wie es die meisten wohl nicht einmal daheim haben. Leder, Holz, Klavierlack und Top-Audio lassen keine Wünsche offen. Dabei halten die edlen Materialien sogar gröbere Belastungen aus. Ein Panorama-Glasdach, geräumige Kühlfächer und Drei-Zonen-Klimaanlage sorgen für Freude und helfen den Blick aufs Preisschild zu verkraften.

Kritik gibt es auch: Neben dem Preis ist es das Überangebot an (aufpreispflichtigen) Helferleins. Denn durch Schnee erblinden manche Sensoren, was Abstandswarner und sonstige Fahrassistenten schwer kontrollierbar macht. Auch die Scheibenwischer-Intervalle sind verbesserungsfähig, doch perlt an extra wasserabweisenden Scheiben ohnehin fast alles blitzartig ab.

Ah ja, der Motor

Der 8-Zylinder Diesel des Testwagens war kaum hörbar und perfekt gedämmt. Wen der Hafer sticht, kann schon ordentlich die Sporen geben. Bei 217 km/h ist allerdings trotz 339 PS Schluss. Da sind die deutschen Konkurrenten schneller. In der Praxis spielt das wohl wenig Rolle und bei Bedarf katapultiert sich der Range Rover in 6,9 Sekunden auf Bundesstrassen-Tempo. Der aufgeladene 8-Zylinder Benziner tut dies gar in 5,4 Sekunden.

Fazit

Enorm viel Platz vorne, hinten und ganz hinten im Kofferraum. Standesgemäße Luxus-Features und eine Allround-Kompetenz wie sonst nirgends. Wer das Geld hat, bekommt mit dem neuen Range Rover einen Allrad-Muskel für alle Fälle in die Hand.

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