FORMAT-Testfahrt: Mercedes E-Klasse 63 AMG S 4Matic

Schon mal in einem Kampfjet geflogen? Bei der Mercedes E-Klasse 63 AMG S 4Matic kriegt man zumindest eine Idee davon.

FORMAT-Testfahrt: Mercedes E-Klasse 63 AMG S 4Matic

Schon beim ersten Aufheulen des 585 PS starken V8-Biturbomotors in der Tiefgarage kann man Angst um die Statik kriegen. Ehe man es sich versieht, hat man einen Millimeter zuviel Gas gegeben und kann nur hoffen, dass der Herrgott bei der anschließenden Testfahrt durch spanische Serpentinen einen guten Tag hat, denn der erste Allrad-AMG ist alles andere als leicht zu kontrollieren, selbst wenn man alle Assistenzsysteme eingeschaltet lässt. Wer eine Hochleistungslimousine fährt, die in 3,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, die 67 Prozent des Drehmoments von gigantischen 800 Nm auf der Hinterachse und wahnwitzige Bremsen hat, der sollte vorher bei James Bond einen Kurs machen.

Ritt am Limit

Doch wer Rennfahrerqualitäten besitzt, für den ist eine Fahrt mit dem Modell aus der Performance-Schmiede von Mercedes sicher ein automobiler Hochgenuss. Die Techniker aus Stuttgart haben alles dafür getan, um die Fahrdynamik auf ein Höchstmaß zu schrauben. Die Vorderachse wurde extra für diese potente Business-Limousine entwickelt. Die Vorderräder, die etwas Schräger stehen als beim Serien-Pendant und ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse sorgen für zusätzliche Traktion.

Kein brettelhartes Schlaglochsuchgerät

Wer seine fahrerischen Grenzen so richtig ausloten will, kann durch Einstellungen von Fahrwerk und Getriebe Mann und Maschine ans Limit bringen. Wem die Fahrwerkeinstellung „Comfort“ zu wenig Fahrspaß bietet, kann sich durch die Programme: „Sport“ oder „Sport plus“ einen Extra-Adrenalinkick verpassen. Das Getriebe-Fahrprogramm ist von „C“, auf „S“, „S+“ oder „M“ steigerbar. Ein Vorteil gegenüber so manchem Sportwagen: Selbst im Sport+-Modus mutiert der Power-Stern nicht zum brettharten Schlaglochsuchgerät. Wer andere Verkehrsteilnehmer so richtig zu lahmen Statisten degradieren möchte, schaltet auf „Race“. Für solche sportlichen Ausflüge, die natürlich genau gemessen werden wollen, wurde eigens eine Stoppuhr eingebaut.

17 Liter bei "standesgemäßer" Fahrweise

Doch der Zweitonner braucht Energie. Selbst bei normaler Fahrweise sinkt die Anzeige des Bordcomputers bei moderater Fahrweise nicht unter 14 Liter. Wird der E 63 standesgemäß bewegt, sollte man mit 17 Litern und mehr rechnen.

Auch optisch ist die dritte Generation der E-Klassen AMG-Version alles andere als dezent. Die S-Modelle besitzen allesamt silberne Sicherheitsgurte und mit Alcantara überzogene Griffe am Lenkrad. Auf dem Tachometer und bei den Instrumenten machen „S AMG“-Logos dem Fahrer deutlich, dass er in der stärksten E-Klasse aller Zeiten sitzt. Äußerlich verraten die Superlimousine, die auf den ersten Blick wie eine normale E-Klasse aussieht, wuchtige Luftöffnungen in der Front, riesige 19-Zoll-Räder und im Heck eingearbeitete doppelflutigen Abgasrohre.

Mercedes E 63 AMG S 4Matic
Preis:
€ 143.700
Motor: 8-Zyl.-Motor, 8-Gang-Getriebe
Hubraum: 5.461 ccm
Leistung: 430kW (585 PS)
Maximales Drehmoment: 800 Nm
Spitze: 250 km/h
0-100 km/h: 3,6 sec.
Verbrauch Testauto: 14 l / 100 km
CO2: 242 g/km

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