"Fernsehen geht gar nicht"

FORMAT: Ford hat jetzt bereits die nächste SYNC-Generation namens Ford SYNC AppLink vorgestellt. Was kann die?

Pim Van der Jagt: Ford SYNC AppLink erlaubt den Zugriff auf alle kompatiblen Smartphone-Apps per Sprachsteuerung und ist mit Ende des Jahres erstmals im neuen Ford-SUV EcoSport erhältlich. Es gibt bereits App-Partnerschaften mit dem Musikstreamingdienst Spotify sowie mit Kaliki, Glimpse und Aha.

Kostet das die App-Entwickler etwas?

Van der Jagt: Nein. AppLink ist ein offenes System, die Programme für die Entwickler gibt es kostenlos. Wir wollen die Entwickler motivieren, ihre Apps zu adaptieren. Im Gegenzug bieten wir in Zukunft Millionen Autos an, in denen potenzielle Kunden sitzen.

Warum hat jeder Hersteller seine eigenen Apps, die nur für sein System passen?

Van der Jagt: Es gibt derzeit leider noch keinen Sync-Standard für Apps in der Autoindustrie, aber wir arbeiten daran. Wenn es erst einmal einen Standard gibt, dann wird alles sehr schnell gehen.

Warum unterstützt Ihr System eigentlich keine TV-Apps? Unterhaltung für die Beifahrer wäre doch schön.

Van der Jagt: Wir haben für unsere Programme im Auto einen klares K.-o.-Kriterium: Was kann der Fahrer während des Fahrens noch verarbeiten? Da sind wir kritisch, Fernsehen geht gar nicht.

Und wie sieht das vernetzte Auto der Zukunft aus?

Van der Jagt: Cloud-Lösungen, wie wir sie zuhause und im Büro haben, werden auch für das Fahrzeug kommen. Der zweite große Trend ist die Vernetzung der Autos untereinander. Da sehen wir große Chancen für einen besseren Verkehrsfluss und höhere Sicherheit.

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