Der Autoabsatz in Europa nimmt wieder Fahrt auf

Der Autoabsatz in Europa nimmt wieder Fahrt auf

Der Autoabsatz in Europa ist im April erstmals seit 19 Monaten gestiegen. Zuwächse in Großbritannien und eine Erholung am deutschen Markt prägten dabei die Entwicklung.

Es gab 1,08 Millionen Neuzulassungen und somit 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, meldete die European Automobile Manufacturers’ Association ACEA aus Brüssel in einer Mitteilung am Freitag. In den ersten vier Monaten des Jahres sank die Zahl um sieben Prozent auf 4,18 Millionen Fahrzeuge.

In Deutschland, Europas größter Volkswirtschaft, stieg der Autoabsatz um 3,8 Prozent - der erste Anstieg nach fünf Monaten mit Rückgängen. Die Inlandsverkäufe erhielten Unterstützung durch die frühen Osterfeiertage, die 2013 teilweise im März lagen und voriges Jahr im April.

Absatzerholung als Indiz, dass Konsumenten zurückkehren

“Die Absatzerholung in Deutschland ist positiv. Sie könnte ein Indiz dafür sein, dass die Konsumenten auf den Markt zurückkehren, nachdem sich ein Ende der Sparpolitik in Europa abzeichnet”, sagte Gian Primo Quagliano, Chef des Branchen- Markforschungsunternehmens CSP im italienischen Bologna vor Veröffentlichung der Zahlen. “Wenn der Automarkt die Richtung ändert, dann liegt der Grund niemals nur in technischen Kalendereffekten.”

Daimler verzeichnete im April einen Absatzsprung von elf Prozent, angetrieben von einem 13-Prozent-Plus bei der Marke Mercedes-Benz. Der deutsche Marktführer Volkswagen verzeichete ein Plus von 9,7 Prozent, dank eines Anstiegs bei der Tochter Audi von 8,9 Prozent.

Erneute Rückläufe möglich, allerdings sind diese weniger stark

Die ACEA-Zahlen zeigen Neuzulassungen in den 27 EU-Ländern sowie in der Schweiz, Norwegen und Island. Im Januar war der Absatz in der Region um 8,7 Prozent zurückgegangen, im Februar und März um zehn Prozent. Nach Schätzungen von IHS Automotive Research könnten die Zahlen im Rest des Jahres wieder rückläufig sein, allerdings weniger stark als in den vorherigen Monaten.

In Großbritannien sind die Neuzulassungen im April um 15 Prozent gestiegen, in Spanien um elf Prozent. In Frankreich ging der Absatz um 5,3 Prozent zurück, in Italien um elf Prozent.

Renault meldete in Europa einen fünfprozentigen Absatzanstieg, dank eines 28-Prozent-Plus bei der Marke Dacia. Der Pariser Konzern prognostiziert, dass der europäische Automarkt in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpfen wird, wobei die Nachfrage in den lezten drei Quartalen “geringfügig besser” sein soll als im ersten, sagte COO Carlos Tavares am 14. Mai zu Journalisten.

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