Das vernetzte Auto

Das vernetzte Auto

Das Internet im Auto – bei dieser Vorstellung haben viele eher James Bond vor Augen als sich selbst im fahrbaren Untersatz. E-Mails kann man sich seit dem Jahr 2001 ins Auto nachsenden lassen. Dass es so wenige Autofahrer machen, hatte weniger mit dem Internet an sich als mit dem Preis zu tun.

Rechnet man heute etwa alle nötigen Sonderausstattungskomponenten für das BMW-Pionierprodukt ConnectedDrive zusammen, sind die 2.000 Euro schnell erreicht oder überschritten.

Ob BMW, Mini oder Audi: Größter Brocken bei "Internet im Auto“ ist das Audio- bzw. Navi-System, das eine Art Bordcomputer-Funktion übernimmt. So viel fix verbaute Technik ist heute aber gar nicht mehr nötig, denn viele Hersteller nutzen jetzt einfach die Rechenleistung und die vorhandene Internetverbindung herkömmlicher Smartphones.

Genau so macht es Ford bei seinem System SYNC , das 2012 erstmals mit dem Kompaktvan B-Max ausgeliefert wurde. Das im Autoradio eingebaute SYNC-Modul wird über Bluetooth oder USB mit dem Smartphone verbunden: Neu eintreffende SMS kann sich der Fahrer per Sprachkommando vorlesen lassen. Auch der Zugriff auf das Handytelefonbuch oder die Nummernansage klappt, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Microsoft hat das mobile Betriebssystem für SYNC geliefert, die Spracherkennungssoftware stammt vom anerkannten Voice-Spezialisten Nuance. Eine vergleichsweise günstige Lösung, denn der Aufpreis für ein Autoradio mit SYNC startet im neuen Ford Fiesta bei 247 Euro. In der Top-Version des Fiesta ist SYNC sogar serienmäßig dabei.

Spannend wird es mit der nächsten Generation von SYNC, die Ende des Jahres mit dem Ford-Kompakt-SUV EcoSport nach Europa kommt und SYNC AppLink heißen wird. AppLink erlaubt die Nutzung aller kompatiblen Smartphone-Apps am Handy und damit den Zugang zu einer Fülle neuer Online-Dienste, die für Reisende nützlich sind. Ford ist aber nicht der einzige Hersteller auf dem App-Trip. Weil es bisher keinen Industriestandard für "autotaugliche“ Smartphone-Apps gibt, bastelt jeder Autohersteller an seinen eigenen Apps oder lässt basteln (siehe " App ins Auto ").

Kein Smartphone, sondern einen Tablet nutzt Renault für sein Online-Multimediasystem R-Link, das erstmals im neuen Clio zum Einsatz kommt. Herz des R-Link-Systems ist ein 7 Zoll großer Tablet-Computer am Armaturenbrett. Das R-Link-Betriebssystem ist übrigens Google Android. Aufpreis beim Clio IV: 588 Euro.

Eine andere Lösung hat Mercedes-Benz für seine neue A-Klasse parat. Über das als Sonderausstattung erhältliche Drive Kit Plus (762 Euro) und eine eigene App bekommt der Fahrer Zugriff auf sein iPhone und so auch auf Facebook, Twitter und Internetradio. Hardware-Voraussetzung ist das Multimedia-Einsteigersystem Audio 20, das mit überschaubaren 460 Euro zu Buche schlägt. Für Mercedes fast ein Schnäppchen.

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