Bye, bye Bulli: In Brasilien lief der letzte Kultbus von VW vom Band

Bye, bye Bulli: In Brasilien lief der letzte Kultbus von VW vom Band

Sie waren ein Symbol für Freiheit, Flower Power und Abenteuer: Der T1 und der T2 von Volkswagen, besser bekannt als VW Bulli. Nach 63 Jahren wurde die Produktion nun endgültig eingestellt. Am 20. Dezember 2013 lief der letzte Kultbus im brasilianischen São Bernardo do Campo vom Band.

In Europa sind die klassischen T1 und T2 Bullis, die bis 1979 gebaut wurden, bereits gesuchte Liebhaberstücke. Die Preise für gut erhaltene gebrauchte VW-Busse sind in den letzten Jahren regelrecht explodiert. 63 Jahre nach dem ersten T1 ist nun der allerletze T2 vom Band gelaufen.

In Brasilien wurden die legendären Busse bis jetzt gebaut. Im Werk in São Bernardo do Campo wurden seit 1957 mehr als 1,6 Millionen Stück montiert. Weil aber 2014 eine Airbag- und ABS-Pflicht für Neuwagen eingeführt wird, hat die Verkehrsbehörde die Fertigung des Vans gestoppt.

Zusammen mit dem VW Käfer begründete das Kultgefährt die weltweite Popularität des Wolfsburger Automobilherstellers. Zum Abschied legte VW in Brasilien noch eine Sonderserie auf: 1.200 Busse in nostalgischem Blau-Weiß für umgerechnet rund 27.000 Euro pro Stück. Wegen des großen Interesses verdoppelte das Unternehmen die ursprünglich geplanten 600 Fahrzeuge.

63 Jahre in Produktion

Die Karriere des Kleinbusses begann auf dem Skizzenblock eines niederländischen Auto-Importeurs. Ben Pon besuchte 1947 die Produktionshallen von Volkswagen in Wolfsburg und sah dabei einen Warentransporter, den Arbeiter für den werksinternen Gebrauch zusammengebastelt hatten. Er überzeugte VW, einen solchen Bus zu entwickeln, und im März 1950 ging er in Serienproduktion.

Von 1951 an avancierte der kompakte Bus mit Heckmotor vom Lieferfahrzeug zum Personentransporter. Und in der Version von 1967 trat er schließlich als Kultgefährt der Hippies seinen Siegeszug um die Welt an.

Der Traum vom eigenen Bulli ist oft keine billige Angelegenheit. Eine Werkstatt in Hannover hat sich etwa darauf spezialisiert, alte Vintage-Modelle zu restaurieren. Bis ein zerbeulter Bulli wieder in Blau-Weiß erstrahlt, müssen Kunden bis zu 100.000 Euro hinlegen.

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